September 1

Neiafu

Frisch ausgeschlafen, besuchen wir alle Bekannten der in der Bucht liegenden Yachten. Das grosse Wiedersehen muss gefeiert werden. Zur Happy Hour zwischen 16 und 18 Uhr im Mangos. Doch als erstes soll ein Segelmacher gefunden werden. Auf Kanal 26 findet jeden Morgen um 08:30 eine Quasselrunde statt. Hier werden alle Infos durchgegeben was so in Neiafu und Umgebung los ist. Fragen können auch gestellt werden. Aber da stehen einem schon mal auch die Haare senkrecht zu Berge, was da so alles gefragt wird. Na ja, um acht Uhr dreissig hat offensichtlich noch nicht jedes Hirn seine Höchstleistung erreicht.

Jedenfalls erfahren wir wo sich der Segelmacher befindet. Doch er scheint unerreichbar zu sein. Jemand kennt Segler die eine Nähmaschine an Board haben. Wir besuchen sie und die Frau. Doch mir ihrer Nähmaschine komme sie nicht an die Stelle wo unser Segel gerissen ist, nämlich genau in der Mitte. Sie gibt uns aber einen tollen Tipp, wie wir das Segel selber reparieren können. Mit Kleber! Wie bitte? Ja mit 5200 von 3M. Eine Kartusche kostet an die 50 US Dollar. Mit der Ware können sogar Unterwasserreparaturen ausgeführt werden. In der neuen Werft findet Thomas tatsächlich den Wunderkleber! Kurz später entdecken wir auch gerade den optimalen Ort um das Segel in voller Grösse auszulegen. Unterhalb des Hotel Paradise befindet sich eine Art Landungssteg aus Beton. Beim genaueren Hinschauen merken wir, dass es sich um einen abgesoffenen Frachter handelt der mit Beton aufgefüllt wurde. Muss mal so eine Art überdachte Kneipe gewesen sein. In stundenlanger Arbeit werden nun passende runde Flicken aus Segelstoff zugeschnitten. Jede nur kleineste Scheuerstelle die zum Beispiel durch das viele Reffen entstanden ist, soll verstärkt  werden. Für den zirka 50 Zentimeter langen Schlitz, mitten im Grosssegel, werden zwei Flicken zugeschnitten. Diese werden beidseitig, etwas versetzt angeklebt. Damit der überschüssige Kleber nicht unkontrolliert unter den Flicken hervorquellen kann, wird erst mit Klebband eine Abgrenzung geschaffen.

Das frisch verpflasterte Produkt sieht vorerst mal toll aus. Trockenzeit: sieben Tage. So wird das Segel auf dem Landungssteg festgebunden und mit einer Plane überdeckt. Hoffentlich bappen die Plane und das Segel später nicht zusammen!

Das Dock würde sich eigentlich perfekt für eine Geburtstagsparty eignen! So gehe ich mal zum Hotel hoch um zu fragen ob das möglich wäre. Alles sieht sehr gespenstisch und zerfallen aus. Paradiesisch sieht die Anlage eindeutig nicht mehr aus. Der Garten ist mit Unkraut überwuchert. Keine Menschen, nur Hühner sind da. Der Swimmingpool ist halb leer aber dafür halb mit Laub gefüllt. Ein Teil des Hotels ist sogar abgebrannt. Von irgendwoher höre ich eine Glotze. Gehe dem Geräusch nach und komme zu einer offenen Tür. Hello! Nun hallen schlurfende Schritte aus dem Innern. Der fette Beamte der sich beim Einklarieren so unsportlich mit dem Teppich über die Reling gestemmt hatte, erscheint im Türrahmen! Seine Frau, die gesprächige Chefin, die mich nicht mehr gehen lassen wollte, erlaubt das Vorhaben. Sie werde auch kommen um mir zu gratulieren. Sie kommt dann aber nicht. Ist wohl auch viel zu fett um sich noch die steile Treppe runter zu quälen.

Zum Geburtstag bringen alle etwas zum Essen und Trinken mit. Paul schleppt sogar einen Grill an. Die Party war super cool. So viel leckeres Essen! Vertreten waren Amis, Bermuda, Deutschland, England, Schwiiz, Tasmanien und Tunesien!

Also ein echt bunter Haufen!

Danke für das super lustige tolle Fest mit euch allen und die schönen Zeichnungen der Kinder und die Geschenke!!! Ist mir fast schon peinlich so verwöhnt zu werden!


Copyright © 2014. All rights reserved.

Posted 01.09.2017 by robusta in category Tonga

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*