March 28

Robusta beim Kauf

Vom Suchen und Finden

Das Internet ist ja schon eine tolle Sache, wenn man ein Boot sucht. Unzählige Seiten bieten die gleichen Boote an. Alles Maklerboote. Wie beim Autoverkauf, meistens steckt ein Händler dahinter. Es gibt Dienstleistungsunternehmen, die die Inserierung in den Bootsverkaufsseiten für die Händler übernehmen und so finden sich die gleichen Boote immer wieder überall. Nur wollte ich gar kein Boot von einem Händler, ich wollte von privat kaufen. Wenn man privat kauft, hat man keine Gewährleistung/Garantie, dafür sind die Boote in der Regel sehr viel günstiger zu haben. Also konzentrierte ich mich zuerst auf die Suche nach Verkaufsseiten, die private Boote im Angebot haben. Danach konnte man vermuten, dass einige dieser Seiten relativ wenig Leser aufweisen. So fand ich dann einige Stahlboote, die meinem Beuteschema entsprachen.

Unser Beuteschema

Achterkajüte

Ja diese musste sein, kann sie doch als Rückzugsraum dienen, oder aber auch als Gästekoje. Ebenfalls ist dann das Cockpit in der Mitte und nicht hinten im Schiff. Und ja nicht mit unnötigem Müll befüllen…

Stahl

Stahl sollte es sein, denn so ist das Boot entsprechend schwerer. Das führt zu einem ruhigen Seeverhalten im Vergleich zu einem leichten Boot. Ebenfalls scheint mir Stahl sicherer zu sein da die Bordwand nicht so leicht Löcher bekommt.

Ketsch

Zwei Masten wollte ich haben, einer zum Segeln und einer für die bessere Beherrschbarkeit der Segel. So dachte ich mir das.

Komplette Ausrüstung

Komplett ausgerüstet für lange Fahrt wollte ich das Boot haben. Dies weil wir schlicht keine Zeit mit dem Ausrüsten verbringen wollten, da wir leider nicht am Meer wohnen und arbeiten. Auch ist es viel kostengünstiger als wenn man ein nacktes Boot mit neuer Ausrüstung komplettieren wollte.

Norden

Die Yacht sollte im Norden gekauft werden. Im Norden sind die Schiffe wetterfester, haben Heizung.

Kauf

Im Netz gefunden habe ich dann etwa drei tolle Stahlschiffe und eine Handvoll Alternativen – leider aus Plastik. Und die wollten wir uns während einer Nordseeküstenreise im Sommer 2013 anschauen.

Schon das zweite Schiff war dann der Favorit. Ein wunderschönes schwarz-rotes Schiff, jedoch keine Ketsch. Stand auf dem trockenen, der Eigner war am Streichen des Unterwasserschiffes. Der Eigner musterte uns von unten nach oben. Schweissgebadet, draussen war’s 34 Grad, führte er uns danach zur Leiter rauf zum Cockpit. Er führte uns durch das Schiff: Kein Rost, starker Motor, neue Pantry, vollgebauter Navigationsplatz, Teppiche für seine Hunde, grosse Kojen, kleiner Kühlschrank. Komplett ausgerüstet mit Solar, Windsteueranlage, Maststufen, Selbstwendefock, Beiboot mit Motor, genug Segel.

 

Ich wusste, das wird unser Schiff sein. Wir konnten aber nicht damit fahren, stand es doch am Land. Dafür gab’s die Sicht auf das Unterwasser.

 

Noch schnell ein Experte eingeflogen, Gutachten erstellt und – gekauft !