December 4

Whangarei

Kommen sie nun endlich? Wir würden gerne an Land! Die ersten Eindrücke von Neuseeland erfahren, Landluft schnuppern. An jedem neuen Ort riecht es immer wieder speziell. Die Nase ist nach einer Seepassage immer speziell aufnahmefähig. Die Neugier auf die neuen Gegebenheiten ist riesig. 

Die vergitterte Stahltüre öffnet sich und ein Beamter vom „Custom“  (Zoll)  nähert sich der Robusta. Er sieht nicht all zu böse aus, er war sogar echt freundlich. Die Prozedur geht einfach und schnell. Robusta darf zwei Jahre zollfrei in Neuseeland bleiben. Wir dürfen nur drei Monate in Neuseeland bleiben, jedoch mit der Möglichkeit das Visum um weitere drei Monate zu verlängern. Nun schreitet auch schon der Mann von der „Biosecurity“ mit einer Rolle extra large Mülltüten unter den Arm geklemmt daher. Mit in diesen Tagen modernem buschig langen Bart, sieht er etwas grimmig aus.

Um es kurz zu machen, etwa 10 Kilo Fressalien landeten in einem seiner Müllsäcke!

So genau wurden wir in den letzten 19 Länder niemals kontrolliert. Artenschutz ist ein Grund für die scharfe Kontrolle. Sämtliche Lebensmittel und alles was mit Erde Kontakt hatte, muss vorgeführt werden. Die Schuhe zum Beispiel: Mit den Flipflops gab er sich nicht zufrieden. Der schlaue Kerl wusste genau, dass Wanderschuhe mitreisen. Die sind aber irgendwo unter der Koje tief unten vergraben. Die habe ich aber tatsächlich von allem Dreck und den blöden Selbstklebesamen befreit. Ich muss sie nicht ausgraben. Er glaubt mir. Als Alternative führe ich ihm den Staubsauger vor.

Link Einreisebestimmungen im Detail

Die ganze Prozedur dauerte geschlagene zwei Stunden.

So und nun kann`s losgehen. Bei Niedrigwasser, unter Motor den Fluss hoch, bis ins Zentrum von Whangarei. Da ist aber eine Moderne Klappbrücke im Weg. Doch sie öffnet sich nicht! Keiner antwortet von der Bridge Control! In letzter Sekunde schaffen wir es mit vollem Schub rückwärts gegen die Strömung die uns direkt auf die Brücke zuschiebt, an den Wartesteg anzulegen. Unsere Freundin Angela kommt gerade zufällig mit dem Paddleboard zur Hilfe geeilt. Perfektes Timing! Die Bridge Control ist auf Kanal 18 statt 64 zu erreichen. Kein Wunder antwortet da niemand. Die Brücke werde gerade gewartet – wir müssen sechs Stunden warten.

Am Abend liegt die Robusta am Gästesteg in der Town Basin Marina im Zentrum von Whangarei. Grosses Hallo. Viele Bekannte sind da. Das Wiedersehen wird mit einem Grillabend gefeiert.

Im überdimensional grossem Supermarkt Pack and Save wird sofort Bier und Fleisch eingekauft. Der Kulturschock trifft wie ein Faustschlag. Alles ist riesig, die Autos, der Lärm. Diese übersteigerte Betriebsamkeit macht mich ganz nervös! Die Läden sind vollgestopft mit lauter Dingen die eigentlich niemand braucht. Die Menschen sind weiss und oft auch schwabbelig wie Mozzarella. Doch eigentlich ist hier alles so schön sauber, nette Parkanlagen, Skulpturen und Kunstwerke zieren die Uferpromenade. Liebevoll angelegte Blumenbeete überall. Trotzdem sind wir traurig. Traurig denke ich an die liebenswürdigen freundlichen Fijipeople – ich vermisse ihr Lächeln und den so hübsch klingenden Gruss, Bula

„Mode Fiji“ – Ciao Fiji

 


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Posted 04.12.2017 by robusta in category Neuseeland

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