September 8

Biskaya light

Am Samstag, den 30.8.2014 setzten wir Segel Richtung Ile d’Ouessant (F). Schön brav nach Semannsgarn Regel *laufe niemals an einem Freitag aus*. Wir hatten eine schnelle Überfahrt von Crosshaven, ca. 240 sm. Entgegen der normalen Route Richtung Süden steuerten wir Frankreich an, um dann den vorhergesagten Ostwind zu nutzen der uns über die Biskaya bringen wird. Die Insel selbst war super schön und hatte gratis Bojen für uns parat. Nach feinen Moules et Frites übernachteten wir in der Bucht dieser Insel, als es dann am Dienstagmorgen Richtung La Coruna weiterging. Die Windprognosen sagten weiterhin östliche Winde voraus. Die Prognosen trafen auch ein, so dass wir ca. 150 sm direkten Kurs anlegen konnten. Doch wir fuhren direkt in die Flaute.  Zwei Tage bei leichtem Schwell und null Wind mitten in der Biskaya umherdümpeln, legten einen Badestopp ein und genossen die Sonne und die Wärme, die wir so sehr vermissten. Während der Fahrt hatten wir sehr viel Besuch von Delfinschulen und auch einige sehr grosse Wale konnten wir sichten, zum Teil kamen diese bis wenige Meter an das Boot heran. Eindrücklich und ehrfürchtig betrachteten wir diese Geschöpfe. Zum Glück hatten sie kein Interesse sich an der Windsteueranlage zu kratzen.

Die letzten 100 Meilen waren ziemlich harzig, wenig Wind oder eben gar keiner, so dass wir die letzen 20 Meilen den Motor zu Hilfe nahmen. Ankunft in Spanien – in der Bucht „Ria de Cedeira“ war am Samstagabend, den 6. September, wir benötigten also sagenhafte 8 Tage für die 600 Meilen von Irland über die Biskaya. Dafür praktisch einen geraden Kurs ohne Umwege. Ehrlich gesagt sind wir super happy, dass wir solches Wetter erwischten und dass uns Neptun gnädig war und uns nicht mit strengem Westwind forderte.

Ein Vogel, so sehr erschöpft, hatte uns eine Weile im Cockpit begleitet, er wollte nicht mehr fressen und saufen. Leider hatte er nicht überlebt, wir fanden ihn später auf dem Deck – tot. Aber schöne Bilder vom Vogel bleiben als Erinnerung.

Hier in der Bucht „Ria de Cedeira”, liegt die Robusta neben drei anderen Yachten nun vor Anker. Rundherum Berge und Wald, in der Nähe eine kleine Stadt, so richtig authentisch spanisch. Heute gabs einen Dhingi Ausflug an einen wunderschönen Strand, einfach traumhaft. Das erste Bad im doch recht kalten atlantischen Meer.

Aber die Wale waren echt eindrücklich! Ich übertreibe nicht, der eine der direkt von rechts überholte, war gösser als die Robusta! Mehr als 11 Meter 60! Wau! Schade, wir Anfänger haben kein Buch zum Thema Meer an Bord. Also kann ich nicht sagen was für einer es war. Aber das es ein Wal war, das ist jedenfalls klar.