October 12

Persönliche Eindrücke von Brasilien

 

 

Der Abschied stimmt uns echt sentimental. Die teils intensive Zeit werden wir wohl nicht mal mehr unter Alzheimer leidend vergessen.

Hier einige Eindrücke die uns immer wieder zum Schmunzeln bringen:

Die Brasilianer sind die herzlichsten Menschen der Welt. Aufzählen, was wir mit ihnen alles tolles erlebt haben, würde hier echt den Rahmen sprengen. Herzlichsten Dank an alle die uns geholfen haben und mit uns lustige Tage verbracht haben!

-Wichtigste Handbewegung: Daumen nach oben haltend, bedeutet “todo bem”, alles super.

-Sprachkenntnisse sind Türöffner! Das Brasilianische Portugiesisch ist eine wunderbar lustige Sprache, ich vermisse sie!

-Bus fahren: dieses Gefährt hält nur an, wenn du ausdrücklich mit hochgestrecktem Arm andeutest, dass du mitfahren willst. Manchmal hinten einsteigen, dann aber wieder vorne. Der Fahrpreis  in Lokalbussen ist immer gleich. Egal wie lange die Strecke ist. Beim Umsteigen muss neu bezahlt werden. Geld möglicht passend dabei haben.

-Sammeltaxi: meist handelt es sich dabei um die kultigen VW-Busse. Nur ganz wenig teurer! Der Preis ist von der Strecke abhängig. Erst beim Aussteigen wird bezahlt.

-Taxi fahren: Darauf bestehen, dass der Fahrer den Taxameter anstellt. Wenn du die Preise kennst, kannst du auch ohne Taxameter einen Preis im Voraus ausmachen. Lohnt sich sehr für lange Strecken! Achtung, ist aber illegal.

-Einkaufen: Super tolle schöne Auswahl an Gemüse, Früchte, Gewürze. Auf dem Wochenmarkt ungekühlt erhältlich und somit länger haltbar! Touristen und Einheimische bezahlen die selben Preise. Handeln lohnt sich oft, vor allem bei grösseren Mengen. Wenn du einen Beitrag zum Umweltschutz tun willst, bring deine eigenen Taschen mit. Die Brasilianer sind echte Weltmeister im jedes Produkt in hübsche bunte Plastiktüten zu stopfen.

-Kilorestaurant: Aus vielen Töpfen kannst du dir selber schöpfen was du magst. Achtung, vorher müssen die Pfoten gewaschen werden. Dazu findest du am Buffet, meist bei den Salatsaucen, eine Flasche Desinfektionsmittel.

-Bar, Kneipe: Willst du bedient werden, mach dich mit einem “ps ps” bemerkbar. Oft sind die Gerichte in den Speisekarten für zwei Personen gedacht. Wer geht denn schon alleine essen?

-Bier ist nebst dem nationaldrink Caipirinha das beliebteste Getränk. Runtergekühlt auf minus 3 Grad wird es in 0.6 Liter Flaschen mit einem Isolationschutz aus Plastik serviert mit mehreren Plastikbacher dazu. Hier wird immer geteilt! Ist der Durst nach der ersten Flasche noch nicht gestillt, nimm sie aus dem Isomantel, und schon wird die nächste geliefert. Die leeren kommen unter den Tisch.

-Fleisch: Das Paradies für Carnivoren – der Graus für Vegetarier sind die Churrascarias. Leckerstes Fleisch vom Grill mampfen bis der Bauch platzt.

-Bürokratie ist riesig, doch die Beamten sind immer super freundlich drauf und manchmal scheint mit dem sogenannten “Jeitinho” das Unmögliche möglich zu werden. Die Brasilianer haben zum Überleben hoch sensible Instinkte und listige Auswege entwickelt um mit all den Hindernissen und Vorschriften fertig zu werden.

-CPF Nummer: Ist eine Art persönliche Steuernummer. Ohne CPF geht fast nicht’s! Sogar beim Arztbesuch oder bei Reparaturen wird diese Nummer verlangt. Da kommt dann eben der “Jeitinho” zum Zug. Doch der Computer kann leider mit dem “Jeitinho” nichts anfangen.

-Telenovela: Liebesschnulzen und Drama Serien sind hoch im Kurs. Sogar während der Arbeit werden sie auf dem Handy mitverfolgt. Kann darum schon mal vorkommen, dass du in einem Geschäft etwas länger warten musst um bedient zu werden.

-Klingeln: Diese Dinger funktionieren selten. In die Hände klatschen – und schon öffnet sich die Tür.

-Mechaniker: Bei Reparaturen schriftlichen Kostenvoranschlag von mindestens zwei empfohlenen Mechanikern einholen. Dies ist auch auf einem Fresszettel verbindlich.

-Pünktlichkeit: Abhängig von der Wichtigkeit des Termins.

-Reklamationen im Geschäft / Umtausch: Würde der Brasilianer niemals machen. Ist halt einfach Schicksal.

-Iate Club: Nicht alle Clubmitglieder interessieren sich für’s Segeln. Clubmitglied wird jemand der seine Freizeit gerne in einem geschützten Rahmen verbringt und es liebt Menschen zu treffen. Die Zeit mit der “Cortesia” ist fast vorbei. Nur wenige Iate Clubs gewähren noch 1 – 3 Tage kostenloses Liegen und Nutzung der Anlagen. Gäste sind jedoch immer willkommen!

-Vergitterte Häuser: Das Gefälle zwischen Arm und Reich ist riesig und offensichtlich! Pompösen Schmuck und Uhren tragen, Wertsachen und protzige Kameras sind zu Hause sicherer aufbewahrt und stellen aus meiner Sicht für unterprivilegierte Menschen eine Provokation dar.

 

 

October 11

Rio Grande do Sul

Als aller erstes suchen wir schnurstracks, bevor wir uns im Hafenbüro anmelden, eine schöne heisse Dusche! Bis wir wieder fein duften, ist das Büro geschlossen. Wochenende! Sonntag ist es von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Also statten wir dem neben der Marina liegenden Museum einen Besuch ab. Die Ausstellung im Ozeanografischen Museum ist wirklich interessant. Wer kein Portugiesisch spricht, hat Pech gehabt. Sämtliche Beschreibungen sind nur in Portugiesisch. Ich bräuchte dringend den Dictionnaire um das alles genauestens zu kapieren. Dazu bin ich aber noch viel zu müde von der letzten Überfahrt. Gucke halt einfach. Im Museum darf auch fast alles angefasst werden. In Brasilien ist der Eintritt in Museen in der Regel kostenlos. Finde ich toll, so können sich alle Menschen sowas anschauen.
Wir fragen den bewaffneten Türsteher nach Lauro dem Direktor. Er begleitet uns zu ihm durch den Museumsgarten. Da ist er, in einem Hüttchen über dem Fluss, cool eingerichtet, mit fantastischer Aussicht. Lauro bittet uns rein und serviert uns einen Tee. Er hat wohl nach unseren Augenringen geurteilt und uns einen starken Schwarztee verpasst. Irgendwie hat Lauro ein grosses Herz. Nebst erschöpften Seglern, nimmt er dort verletzte Meerestiere auf und päppelt sie wieder auf, bis sie gestärkt wieder in die Wildnis entlassen werden können. Ein Institut, in dem unterpriviligierte Jugendliche Skills im Bootsbau erwerben können, hat er auch ins Leben gerufen. Museu Oceanográfico.

Doch der Willi ist ein Fall für sich (er heisst anders, aber ich habe ihn immer so angesprochen). Als Baby kam er in die Station. Wurde bereits schon drei mal ausgewildert. Ist aber jedesmal innert kürzester Zeit zum Museum zurück geschwommen, hat dort solange rumgenervt und geheult, bis sie ihn wieder in sein kleines Gehege mit Swimmingpool rein liessen. Er ist nun schon 23 Jahre in seinem Pool. 15 Kilo Fisch verspeist Willi täglich und muss dabei gar nichts tun ausser Schnauze zu öffnen und von einer jungen Senora diesen in Empfang nehmen. Der Willi ist ja nicht blöd.

Drei Stunden später verholen wir die Robusta zum Museumssteg. Hier liegen wir total idyllisch mit tollster Aussicht. Wir wollen Lauro und Miriam als Dank zum Essen auf der Robusta einladen. Doch Thomi wird am nächsten Abend von fürchtelichem Brech-Durchfall geplagt. Er hat behauptet, der Eisbergsalat müsse nicht gewaschen werden. Der ist ja ganz zu. Da gehen die ganz klitze kleinen Bakterien nicht rein.


Danken dir Lauro und der Crew des Universitätsschiffes für die spannende Zeit mit euch allen! Auch herzlichen Dank an die hilfsbereiten Security Jungs und Frauen für’s Bewachen und dass ihr mit euren Schiesseisen nicht rumgeballert habt. Ja wir wissen, wir sind schliesslich in Brasilien. Witzig, dabei haben wir uns hier im Süden noch gar nie irgendwie bedroht gefühlt.

September 18

Pinheira (Santa Catarina)

Wir warten immer noch auf das passende Wetterfenster. Was heisst da passend? Optimal wird es hier wohl nie sein. Es ist eine schwierige Ecke mit viel wechselnden Wetterlagen. Der Frühling ist eine Zeit der Wechsel. Schon noch schräg; Von der Jahreszeit her haben wir jetzt den Winter in Brasilien verbracht. Für uns war dies gefühlsmässig aber Sommer! Temperaturen gegen 30 Grad, schlafen mit einer ganz dünnen Decke, T-Shirt und Shorts tragen und barfuss segeln. Jetzt wird es langsam Frühling. Die immer grüne Natur beginnt zu blühen. Doch wir ziehen gegen Süden, die Temperaturen fallen deutlich unter 20 Grad, wir hüllen uns in immer mehr Klamotten. Grotesk – der Sommer kommt bald!

Zwischendurch machen wir schöne Landausflüge.

UUPAA! DER IST ABER GROSS! DA RENNT ER AUCH SCHON AUF UNS BEIDE ZU, DER KANN UNS GLEICH MIT EINEM BISS BEIDE GLEICHZEITIG VERSCHLUCKEN….

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Der liebe Knuddelbär hat wohl gerochen, dass wir auch Schweizer sind. Er ist schliesslich der Schweizer NATIONALKÖTER ! Nur das Schnapsfass fehlte an seinem Halsband.

Ja wir sind noch immer in Brasilien. Im Süden. Eigentlich hocken wir fest. An einem schönen Strand mit einem schrägem Kaff. So schieche  Käffer gibt es wohl auf der ganzen Welt. Die Menschen sind aber sehr nett und neugierig. Mit denen wir ins Gespräch kommen, fragen von wo wir her kommen und wollen viel über unsere Reise wissen. Es ist wirklich von Vorteil, die so lustig liebevoll klingende Sprache zu lernen!

In der gebirgigen Gegend von Pinheira wachsen, wie es der Name schon sagt, Pinien. Vor allem Rindviecher und Muscheln werden hier gezüchtet. Am Fluss der sich zum Meer schlängelt, wohnen einige Fischer in einfachen Hütten. Im Supermarkt hängt ein Poster von einer Flugaufnahme, worauf zu erkennen ist, dass irgend wann nach 1970 der Bauwahn ausgebrochen ist. Im Sommer muss hier der Bär los sein, doch im Winter stehen die meisten Häuser und Pousadas leer. Die Gegend wirkt geisterhaft und verlassen. Was uns total irritiert, der schöne sechs Kilometer lange weisse Sandstrand wird  mit  Autos befahren! Wenn wieder mal eine Karre stecken bleibt, was öfters vorkommt, können wir uns das Lachen leider nicht verkneifen. Spannend wird`s, wenn dann die Flut kommt. (Natürlich helfen wir immer und glotzen nicht einfach zu)


Die Bucht ist optimal um auf ein Wetterfenster zu warten. Im Norden zwicken wir gratis Internet von einem Hotel ab und können so täglich mehr oder weniger gut Wetterberichte herunterladen. Im Süden der Bucht ist der eigentliche winzig kleine Dorfkern mit Kneipen, einer originellen Bar und grossem Supermarkt mit tollem Angebot. Er liegt nicht weit weg vom Strand. Somit hält sich das Geschleppe in Grenzen.


Blue Belle, Skol und Robusta warten auf Nordwind oder wenigstens so was ähnliches. Hier befindet sich die gefürchtete Ecke wo der Pampeiro (Süd-West Wind) und der Carpintairo (Süd-Ost Wind) wüten können. Das heisst auch schon mal mit weit über 50 Knoten! Das Problem dabei ist, dass der Süd-Ost Wind Schiffe genau gegen die Küste pressen können. Da bleibt keine Chance um in irgend eine Richtung abzulaufen. Bis La Paloma in Urugay sind es zirka 550 Seemeilen. Dazwischen liegen noch Imbituba, dieser Hafen bietet nur  Schutz von Winden aus Sektor Süd und Rio Grande do Sul kann nicht in allen Wetterbedingungen und zu jeder Tageszeit angelaufen werden. Die elf Meilen den Fluss hoch in die Lagoa dos Patos, übersetzt “Ententeich”, ist vor allem abhängig von der Windrichtung. Bei nördlichen Winden kann die Strömung schon mal bis 5 Knoten betragen. Mit den Gezeiten ist auch etwas ungewöhnlich. Nur einmal pro Tag läuft das Wasser ein. Da sind wir bis jetzt noch nicht schlau daraus geworden wieso dies so ist.
Egal, wir haben Zeit und geniessen die Gemeinsamkeit. Wir sechs Weltenbummler kochen zusammen super leckere Gerichte mit türkisch- französisch- schweizerischem Einfluss, die das letzte Mal mit reichlich Cachaça begossen wurden, was mit viel Kopfschmerz endete.

Ein Ausflug ins Europäische Tal, Vale Europeu


Ende 19. Jahrhundert sind viele Europäer, vor allem Deutsche in den Süden Brasiliens ausgewandert. Die Stadt Blumenau wurde von einem Deutschen gegründet. Immer im Oktober, wie könnte es anders sein, findet das Oktoberfest statt, welches mit viel Bier ausgelassen gefeiert wird. Viele Menschen sprechen hier noch immer Deutsch. Eine alte Frau erzählt mir, in fast akzentfreiem Deutsch, dass während des zweiten Weltkrieges verboten wurde, Deutsch zu sprechen. In den Schulen wurde der Deutschunterricht gestrichen und sämtliche Strassenschilder mit Deutschen Namen umbenannt. Heute ist das wieder anders. Deutschunterricht ist ab der vierten Klasse Pflicht.

 

 

September 6

Gin Fizz gegen Stahleimer Robusta

Nein hier ist nicht der Drink gemeint! Die Regattayacht Gin Fizz von Jeaneau. Ein kleines Wetterfenster ist in Aussicht.

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Wir entscheiden uns in fünf Minuten, ob wir es riskieren, die 360 Meilen bis Rio Grande Do Sul in Angriff zu nehmen. Die Einfahrt ist bei starkem Wind von Süd nicht zu schaffen. Auf der ganzen Strecke gibt es nur noch einen Hafen der jedoch nur vom Südwind Schutz bietet. Von der Küste, die bis weit raus sehr flach ist, wollen wir 30 Seemeilen Abstand halten. Den gefürchteten Pampero, ein Süd-West Wind aus Patagonien, der ungebremst über das flache Land von Uruguay pustet, wollen wir keineswegs kennen lernen!

Robusta und Gin Fiz (Mousse) ziehen in den späten Abendstunden los. Blue Belle will ein besseres Wetterfenster abwarten. Wie halbschlau die Entscheidung war, erfahren wir schon wenige Stunden später. Der Wind kommt erst von entgegengesetzter Richtung als prognostiziert. Irgendwann stellt er ganz ab. Mousse ist schon lange nicht mehr in Sicht. Auch nicht mehr mit Short Range Funk erreichbar.

Wir verbringen in den Wellen eine schlaflose Nacht und speziell ich bin entsprechend schlecht gelaunt. Ich ärgere mich, dass wir uns nur auf die Wetterprognosen aus dem Internet verlassen haben und nicht auch noch unsere Augen geöffnet haben! Die ziehenden oder eben nicht ziehenden Wolken am Himmel und den realen Wind, der eben schon am Land nicht da war, wahrgenommen haben. Wieder einmal mehr mussten wir erfahren, dass die GRIB Files die Topographie vom Land nicht oder nur schlecht berücksichtigt.

Am nächsten Morgen entscheiden wir uns mit dem schlappen Wind, der nun endlich aufkommt, nach Pinheira, wo wir gerade hergekommen sind, zurück zu segeln.

Blue Belle freut sich, dass wir wieder da sind!

Doch wo ist Mousse? Der neue Wetterbericht ist echt beschi….

 

 

 

 

September 1

Wo bleibt der Nordwind?

Wo bleibt der Nordwind? Zwei Tage reichen nicht um hier weg zu kommen. Eigentlich müssten wir in ein paar Tagen bereits in Uruguay sein. Die Visas laufen aus. Eine erneute Verlängerung liegt nicht drin. Thomi ist schon seit dem frühen Morgen unterwegs, um unsere Pässe stempeln zu lassen und uns aus Brasilien abzumelden. Dies muss angeblich unbedingt getan werden, bevor die Visas abgelaufen sind.

Auf Morgen ist schon wieder die nächste Süd-Ost Front angesagt. Dann wird es in Florianôpolis ungemütlich. Hier wird der Wind zwischen Insel und Festland durch den Düseneffekt massiv verstärkt. Vor der letzten Süd Front haben wir und die Segelyacht Mousse etwas nördlich in der Enseada da Pinheira Schutz gesucht. Doch die Bucht verwandelte sich wie auf Knopfdruck in einen Hexenkessel. Der Anker von Mousse hat nicht gehalten! Glücklicherweise hatten sie den Ankeralarm gestellt. Doch bis die Hirnzellen die Information einordnen können, speziell wenn zwei Stunden vorher noch kräftig gefeiert wurde, ist Robusta schon wenige Zentimeter quer ab.
Wir hauen so bald es hell wird auch ab. Das Dinghi schaffen wir nicht an Deck zu wuchten. Doch selbst mit nur 1/3 ausgerolltem Klüver sind wir zu schnell! Das nachgeschleppte Dinghi wird durch die Wellen umgedreht. Es dreht sich zum Glück selber wieder in die gewünschte Position. Doch durch die nächste Welle wird es mit bedrohlich viel Wasser gefüllt! Wir müssen bremsen! Sonst verlieren wir unser Beiboot! Segel weg, Motor an, denn nun treiben wir schon gegen eine Untiefe. Mit dem Bootshaken schafft es Thomi den Stöpsel an der hinteren Bordwand raus zu drücken. Das Wasser kann nun wieder auslaufen.


Immerhin sind bei dem Sauwetter keine Fischer unterwegs. Ihre Netze sind mit einer kleinen schwarzen Flagge markiert. In welche Richtung sie gespannt sind, ist nur schwer auszumachen. Sie sind wie an einer feinen weissen Perlenkette aufgehängt und reichen bis an die Wasseroberfläche! Meist sind die Besitzer der Netze in der Nähe. Wenn Gefahr droht, fuchteln die Fischer wild mit den Armen. Folge ihnen, sie werden dir gerne den Weg weisen.

Im Norden von Ilha Santa Catarina herrscht Ententeich. Im absolut unbewegtem Wasser liegt die Mousse vor Anker.

Blue Belle hat im Iate Clube Florianôpolis ebenfalls eine grauenvolle Nacht verbracht!

Den folgenden Südwind wollen wir alle in der Enseada da Pinheira  abwettern.

Doch wo bleibt Thomi? Wir müssen los!

 

 

August 28

Freudiges Wiedersehen in Florianopolis

In Jurerê, im Norden der Ilha de Santa Catarina, herrscht absolut tote Hose. Wir pflanzen uns in irgend einen Bus, der uns zufällig nach Centro Florionapolis bringt. Wir erleiden grad sofort mal kurz einen Städte-Zivilisations-Kulturschock. Der Bus wurstelt sich Millimeter für Millimeter durch sechsspurige Blechlawinen der Küstenstrasse an mächtig hohen, feinst aussehenden modernen Fassaden entlang. Traurig denken wir an das originelle authentische Brasilien zurück. Wir vermissen die Ruhe, die Natur, die Einfachheit und das üppige Grün! Im Süden scheint alles total komplett anders zu sein. Ähnlich wie in Europa. In der Innenstadt wird gearbeitet, am Abend verwandelt sich Hektik des Tages in eine menschenleere Geisterstadt. Wo sind all die Leute? Was tun sie nach der Arbeit? Wo sind die Bars, wo wird getanzt?

Das Wiedersehen mit Ugur und Maral von der “Blue Belle” wird fröhlich-feucht und ausgelassen gefeiert. Dabei lernen wir auch Lucie und Kevin kennen.

Lange hat’s gedauert bis wir endlich wieder aufeinander getroffen sind. Die beiden hatten auch eine harte Zeit hinter sich; Vorstag mitten im Atlantik gebrochen, dabei brach der Mast im obersten Teil. Dann auch noch Motorschaden weil sie nicht mehr segeln konnten. Als sie nach drei Monaten endlich ihre Ersatzteile bekommen hatten, fing das Theater mit der Robusta an und nun konnten wir nicht weiter segeln.

Toll haben wir uns nun wieder getroffen!!!

 

 

 

August 26

Ilhabela – Ilha De Santa Catarina

Oh wie schön es doch jetzt in der Sauna wäre! Die vier Tage im Iate Clube können wir leider nicht voll auskosten. Das nächste Wetterfenster tut sich auf! Wind dreht auf Nord. Nach Sonnenuntergang geht’s los. Doch was ist mit dem Wind? Wetterbericht wieder mal falsch interpretiert? Die ganze Nacht soll es auch so bleiben. Schaukeln, immer wieder taucht erneut ein klapperndes Geräusch aus einer Schublade oder einem Schapp auf, das uns auf Trab hält. Das heisst einer von uns versucht mit Ohropax ausgerüstet, etwas Schlaf zu finden. Diesmal mit welchen aus der Migros. Die spanische engros Packung, mit den Dingern die nur noch mit grösster Mühe aus den Ohren zu kriegen waren, haben wir entsorgt. Vielleicht wären die jetzt gar nicht so schlecht geeignet gewesen, um Teller und der gleichen zu polstern.

Endlich nimmt der Wind zu! Da kommt doch freudige Stimmung auf.

Die nächsten Stunden prescht Robusta immer rasanter dem Ziel entgegen. Kochen wird zur Akrobatik. Der feine Randensalat mit selbst hergestelltem Kefir, landet kopfüber auf dem Boden. Nun sieht die Pantry endgültig wie ein Schlachtfeld aus. Der rote Saft findet auch schon seinen Weg zwischen den Schuhen direkt zum Notfallkoffer.

Reffen! Doch ein Blick auf den Windanzeiger bringt mich ins Stutzen. Elf Knoten Wind – neun Knoten Fahrt über Grund? Da klemmt wohl was. Prompt sind wir am sorgfältig errechneten Waypoint für die nächste Halse längst vorbei geschossen, was die nächsten 15 Stunden mühsames gegen den Wind aufkreuzen zur Folge hat. Wir waren zu schnell unterwegs, konnten somit den Südwind um zurück an die Küste zu kommen, nicht nutzen. Die Routen planen wir immer so, dass wir uns jeweils 20 bis 30 Meilen von der Küste frei halten. Erstens nerven die diversen mickrig beleuchteten Fischerboote so weit draussen nicht. Zweitens, falls wir auf den starken von Süd-Ost belastenden Carpinteiro treffen sollten, bleibt genügend Zeit und Raum um auf die Bremse zu treten.

Aus der Segler Gerüchte Küche vernehmen wir, dass ein Bekannter kurz nach uns in der Nacht auf 70 Knoten Wind gestossen ist und die Segel jetzt im Spital sind!

Alles Gute und wir sind froh, dass ihr alle heil an Land angekommen seid!!!

Weiss jemand wie die “Rumpfgeschwindigkeit” errechnet wird?

Keine Fotos, Kabel ist nicht mitgekommen.

August 24

Ilhabela

Aus sechzig Meilen werden hundert! Die Überfahrt ist eine Katastrophe. Wenig Wind bei aufgewühlter See. Wir finden kaum Schlaf, sind dementsprechend grummelig drauf als wir  erst nach Sonnenuntergang in Ilhabela ankommen. In der Dunkelheit rammen wir fast ein fettes gelbes Seezeichen, welches nicht im Open CPN, in den vom Staat zur Verfügung gestellten Seekarten, eingezeichnet ist. Auch der fette, seit Jahren existierende Ponton vom Iate Clube Ilhabela ist nicht in der Seekarte angegeben! Wo ist denn das Bojenfeld? Wir schmeissen den Anker und pumpen das Dinghi auf. Hungrig wie die Wölfe, müde wie Schafe, paddeln wir an einen Steg. Dort blendet uns erst mal die super starke Tachenlampe vom Nachtwächter ins Gesicht. Aus der Küche direkt hinter ihm, strömen leckere Düfte von gebratenem Fisch, Filet Mignion und Moqueca in unsere Riechorgane…. Freundlich wird uns erklärt, dass die Anlage nur für Mitglieder ist. Viele Brasilianer sind in einem Iate Clube Mitglied. Auch wenn sie mit Segeln oder Motorbootfahren überhaupt nichts am Hut haben. Iate Clube Ilhabela sei dort drüben. Müde und hungrig und jetzt auch noch gereizt, finden wir nur schwer den Tackt zum geradeaus paddeln. Da ist ein kleiner Strand! Zwischen aufgebockten Yachten unter einem Holzdach, scheint eine Kneipe zu sein. Direkt vor den Tischen landen wir so unelegant wie möglich mit dem Dinghi an und beide enden mit den Schuhen im Wasser. Huch die Kneipe ist wohl ein Nobelschuppen! Lass uns erst mal die Karte zeigen. Die Bedienung führt uns vom Tisch den wir ausgewählt haben weg in einen Warteraum. Ohne Reservation dauerts halt ein wenig. Nun sitzen wir mit triefend nassen Schuhen und Hosen mit Seglerfrisuren, meine noch immer mit Kaulquappen geschmückt, zwischen chick gekleideten und reichlich parfümierten wartenden Leuten. Nach einem halben Bier ist es schon soweit. Wir werden platziert. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so flink arbeitende Menschen gesehen! Wir bestellen Asiahühnchen für zwei Personen. Suuuuper extrem leckerli! Das für umgerechnet nur 25 Franken.


Am nächsten Morgen die Überraschung: Wo sind wir hier?? Côte d`Azur? An den Bergflanken bis hoch hinauf stehen geschmackvolle Villen. Robusta haben wir im Dunkeln direkt vor der Einfahrt in die Marina geparkt 🙂
Die Anlage vom Iate Clube Ilabela ist super! Restaurant, Swimmingpool, Kinderzimmer mit diversen Bettchen, Sitzungsraum, Fernsehsaal, Bar und heisser Dusche und wer hätte es gedacht, sogar eine Sauna!
Bei der Anmeldung erfahren wir, dass wir vier Tage kostenlos liegen dürfen und alles benützen können. Doch ein wenig Papier und Stempelkrieg müssen wir schon über uns ergehen lassen. Der Marinero mustert skeptisch die von uns ausgefüllten Formulare. Telefonnummer fehlt! Haben wir nicht. Die anderen vier Marineros im Büro, alle mit einem Smartphone in den Pranken, grinsen ungläubig. Adresse fehlt auch. Haben wir keine. Aber ihr müsst doch irgendwo wohnen? Ein Haus besitzen. Nein wir leben auf der Robusta. Das ist unsere Adresse. Damit sie zufrieden sind, geben wir unsere alte Adresse an. Nun sollen wir noch von den vier eben ausgefüllten Formularen eine Fotokopie machen lassen.
Agora ou súbito? Está bem! Grins. Die Senhora vom Büro des Iate Clube erstellt uns die benötigten Kopien. Übrigens in Brasilien heisst der Kopierer nicht “fotocopiadora” sondern wird nach der Marke des Gerätes benannt. Der Xerox, Sharp oder so…

August 21

Mamanaguã

Weg von der schönen Ilha Grande, wieder ans Festland, stimmt uns echt traurig. Mamanagua soll aber auch sehr schön sein. Nur der Wind will nicht so recht. Die GRIB Files schwören auf 10 Knoten Wind. Doch uns fällt auf, seit wir in Brasilien sind, schwindeln sie uns manchmal etwas an. GRIB Files berücksichtigen die lokale Topographie von der Küste nicht. Wo hohe Berge sind, wird der Wind umgeleitet, Fallwinde oder thermische Verhältnisse haben einen wesentlichen Einfluss auf die Wetterküche. Während der ganzen Reise haben die Wind- und Wetterprognosen zu 98 % zugetroffen. Für Brasilien trifft das jedoch nicht mehr zu.
Gleich wird der Blick in das von 800 Meter hohen Bergen umgebene Saco (Fjord) Mamanagua frei. Dunkles üppiges Grün. Da und dort eine kleine kahl geschorene Fläche. Im Saco leben nur wenige Menschen in drei kleinen Siedlungen. Dem Flusslauf folgend, bis zum kleinen Wasserfall, leben Indios in den Mangroven, die sich über Besuch freuen.
Innert Sekunden verwandelt der Wind die Söckli in Kniesocken und die im geschützten Deckshaus aufgehängten T-Shirts werden einen halben Meter länger. Fliegendes Wasser! Wau, der erste Vorgeschmack auf Patagonien? War das soeben ein Willywally, der sich nach Brasilien verirrt hat? In Patagonien kommen solche Fallwinde bei Westwindlagen vor. Ein cirka sieben Sekunden andauernder extrem starker Fallwind, der meist Hagel oder Regen und Schnee mit sich bringt. Zum Glück haben wir wenige Minuten zuvor gerade die Segel runter genommen. Die schwere Robusta legt sich trotzdem zur Seite. Schon folgt die nächste Böe. Wir fallen ab und flüchten vor dem Wind in das nächste Saco. Windstille, spiegelglattes Wasser, der Sonnenuntergang wirkt so friedlich. Das nur einige Minuten später! Wir ankern hinter einer kleinen Insel absolut windgeschützt. Zur Sicherheit stecken wir fünffache Kettenlänge.
Am nächsten Morgen versuchen wir  nochmals nach Mamanguã zu kommen. Kath und Franco segeln uns entgegen, als wir in die Bucht einbiegen wollen. Sie brüllen uns zu, “ganz hinten seit ihr geschützt, ankert links vom Strand”.
Wer liegt denn da? Familie Schüpfert! Gleich mal einen Besuch abstatten. Die Kinder haben gerade Schulunterricht bei Lehrpersonen Eltern.


Wenig später rasen ich mit Schüpferts zu siebt im Dinghi zum Fluss in die Mangroven. Thomi, vollgas alleine hinterher. Kracht über eine Welle, noch eine kleine Priese Wind dazugemixt, ergiebt fast den perfekten Rückwärtssalto. Ow jemineh, ich sehe schon den Fotoapparat baden gehen und den Motor in Einzelteile zerlegt, um vom Salzwasser befreit zu werden. Glück gehabt, nix passiert.
Die Flusseinfahrt ist schwer auszumachen. Einige Stecken zeigen den Weg. Wie denn jetzt, links oder rechts daran vorbei? Falsch, wir stecken im Schlamm fest. Also rechts rum.


Beim Wasserfall wollen die Kinder Blätter sammeln, um damit Kleider einzufärben. Doch die schönen grünen Blätter ergeben eine grauslig gräulich-beige Brühe. Solche Klamotten wollen die Kids nicht tragen.
Die Indios sind nicht da. Wir versuchens am nächsten Tag nochmals. Wieder niemand da. An einem Brett, von einem durch einem rein zufällig von einem Baum zerdeppertem Häuschen, klebt ein amtliches Dokument mit folgendem Inhalt:

Weiss jemand was das zu bedeuten hat??

August 18

Ilha Grande Ost

Im Fratzenbuch lese ich eine Nachricht von Schüpferts. Sie machen sich Sorgen um Robusta und liegen eine Bucht weiter östlich mit ihrer Yacht. Anker auf und los gehts in die benachbarte Bucht. Doch da sind Schüpferts nicht! Dafür lernen wir Neuseeländer kennen. Sie wollen wie wir auch nach Patagonien, durch den Beagle Kanal nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt.

Die Bucht ist hübsch. Argentinier führen eine auf einem Floss eingerichtete Strandbar, die leider nur am Tag offen ist. Wir zotteln in Havaianas über den kleinen Hügel auf die andere Seite der Insel. Lopes Mendes, da liegt der Traumstrand aus dem Katalog! Weisser Sand, einige Kilometer lang, Natur pur und keine Hotelbunker. Zwei kleine improvisierte Stände, einer bietet belegte Brötchen und Getränke an. Der andere vermietet neben Snacks und Getränken Wellensurfbretter und Beachball. Wir mieten Beachball. Der blöde Ball fliegt in alle Richtungen. Wir hetzen hin und her um ihn immer wieder aufzuheben. Als nun auch noch ein Strassenköter auftaucht, der freudig kläffend mit Balli spielen will, löscht es uns ab. Der Hund hat gewonnen; er brennt mit dem Ball durch.


Ausser Bananen finden wir nichts Essbares im Dschungel. So wandern wir nach Abraão, um unseren Früchtevorrat aufzustocken und die Emails zu checken. Doch im Dorf ist es totenstill. Keine Musik dröhnt aus den Häusern, die übrigens in Brasilien immer überlaut sein muss. Stomausfall! Im Supermarkt legt der schwitzende Verkäufer hinter der Kühlvitrine, mit den schmachtenden Fleischstücken, meine Früchte auf die Waage. Fünfeinhalb Kilo schleppen wir nun zweieinhalb Stunden über zwei Berge, ohne die Emails gecheckt zu haben, zurück.

Lautes Geschepper weckt uns auf! Der ganze Abwasch, der zum Trocknen in der Pantry aufgestellt war, liegt am Boden. Der Wind hat auf Nord gedreht. In der Enseada das Palmas wird es immer ungemütlicher. Sobald es hell wurde, flüchten wir um die Insel in den Süden. Ankern ganz im Osten vom Traumstrand Lopes Mendes. Dort hocken im Schatten unter Palmen Don und die zwei Australier, die schon seit 18! Jahren am segeln sind. Jetzt wollen sie via Karibik durch den Panamakanal heim.


Der Nordwind kommt nicht so richtig über die Berge. Wir legen einen Zwischenstop am direkt neben dem Naturschutzreservat gelegenem Strand Paranaioca an. Schwimmen druch’s plötzlich so kalt gewordene Wasser an den Strand, laufen an der kleinen Kirche mit Friedhof vorbei zum Wasserfall. Kleine und grössere Becken laden zu einem Süsswasserbad ein. Thomi hopst über die Steine Richtung Strand davon. Ich eile so gut es geht über Baumstämme hinterher. Sehe ihn aber nicht mehr. Nur noch seine Fussspuren sind im Schlamm zu erkennen. Ich wate den Spuren folgend ins Wasser und saufe plötzlich im Blättermorast bis zum Hals ab. Mühsamst robbe ich durch Milliarden von aufgewirbelten Kaulquappen und Insekten auf einen Stein zurück. Wo ist Thomi? Ein schrecklicher Gedanke durchfährt mich: Ist er da im Morast abgesoffen? Bin ich womöglich auf seine Leiche getreten? Ich brülle wie eine Irre nach ihm. Nichts – keine Antwort! Weit vorne erblicke ich seinen Körper weiter unten am Fluss. Er lebt noch. Ganz unschuldig winkt er mir entgegen. Ich bin sauer. Was für ein Blödmann! Bei der Kirche treffen wir wieder aufeinander. Ich muss trotzdem lautstark fluchen. Mit Kaulquappen geschmückter Frisur, erkunden wir nun das Dorf. An einer Wegkreuzung steht doch tatsächlich eine Strassenlampe. Mitten im Dschungel! Wir folgen der fein säuberlich von Blätter befreiten Dorfstrasse, auf der locker zwei Autos, die es hier ja nicht gibt, nebeneinander kreuzen könnten. Tausend Menschen lebten mal im Tal. Kaum zu glauben. Jetzt sind es noch vier Familen. Zwei davon führen je einen Campingplatz. Holzpodeste mit Wellblechdächer für die Zelte stehen um die offene chaotische Küche, in der ein Mann in verschiedenen Töpfen auf dem Feuer etwas lecker riechendes schmort. Er bittet uns an den Tisch zu sitzen. Ich bleibe am Tischtuch kleben. Nicht wegen den Kaulquappen. Nein, hier hat es weit und breit keinen Laden um Putzmittel zu kaufen. Er klagt über die Politik Brasiliens und dass zu dieser Jahreszeit nur wenige Wanderer bei ihm übernachten.
Jede der vier Familien lädt uns für einen Schwatz in ihren Garten ein. Der zweite Camping ist von einem liebevoll angelegten Garten umgeben. An einer Wäscheleine hängen Fische zum trocknen. Nach drei Tagen ist die Delikatesse essbereit.

Der Wind frischt etwas auf, wir ziehen weiter. Weg von Ilha Grande. Ich muss fast heulen. Hier hat es uns super gut gefallen!