June 16

Puerto Aysen bis Puerto Melinka

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Chacabuco ist ein kleines Nest, jedoch mit wichtigem Hafen für die Region Aysen. Ausflugsschiffe starten von hier zum Gletscher Laguna San Rafael und in die umliegenden Nationalparks, wo ja jetzt seit letztem Sommer die meisten der 337 toten Wale zu besichtigen sind. Diverse Schiffe die Lachse für den Export transportieren und die Region mit Gütern versorgen, prägen das Bild. Von hier führt keine direkte Strasse in den Rest des Landes. Viele der dort lebenden Menschen haben eine Anstellung in den zahlreichen Salmoneras (Lachzuchtfarmen) der Umgebung. Oder sie leben vom Getreideanbau, der Viehzucht, insbesondere Kühe und Schafe die auch per Schiff lebend in den Norden Chiles transportiert werden. Können Kühe und Schafe auch Seekrank werden? Puerto Aysen liegt rund 15 Kilometer weiter nördlich am Rio Aysen. Noch vor Jahren lag dort der bedeutendste Hafen der Region. Doch durch exzessives Abholzen der Wälder in den umliegenden Bergen, spülte der Regen Sedimente in den Fluss, so dass er heute unschiffbar ist. Wer sein Visa erneuern muss, hat von hier aus eine gute Möglichkeit in einem Tagesausflug mit dem Bus, via Cohayque nach Argentinien auszureisen.

In Puerto Aysen finden wir einen grossen Supermarkt. Vollkornmehl und guten Kaffee stellt sich jedoch als grösseres Problem dar. Konkret – gibt es nicht. Der gruselige Nescaffee scheint hier beliebt zu sein. Natürlich ein Produkt von Nestlé! Also stellen wir auf Tee um. Ein Taxi bringt uns für umgerechnet sechs Euro zur Bucht von Cacabuco zurück, wo Robusta, die Beduin und Abraxas vor Anker liegen. Der Himmel ist mit dicken grauen Wolken behangen. Wegen der Tide von rund drei Meter, ist das Dinghi ganz am Ende des langen Steges festgebunden, damit wir es bei Ebbe nicht über den trocken gefallenen schlammigen, steinigen Strand zurück ins Wasser schleppen müssen. Doch nun stehen wir mit diversen Taschen nach dem Grosseinkauf vor dem Steg, der schon kaum bei ruhigem Wetter und ohne Gepäck zu meistern ist. Der Wind bläst volle Kanne auflandig in die Bucht! Hackige Wellen mit weissen Schaumkronen rollen gegen den Steg. Die ganzen Taschen hieven wir notgedrungen in ein halb an Land liegendes, mit Wasser gefülltes Fischerboot. Von dort aus wird alles mit dem Dinghi abgeholt. Ich hatte nur beide Gummistiefel bis zum Rand gefüllt, doch der Einkauf schaffte den Transport halbwegs trocken. Echt halsbrecherische Aktion bei diesen Wassertemperaturen!

Nun fehlt noch der Diesel. Aus der Ankerbucht können wir nur bei Hochwasser auslaufen um die Flachstelle zu passieren. Im Puerto Chacobuco bekommen wir guten sauberen Diesel. An der Auto Tankstelle wäre er etwas günstiger gewesen. Für das Anlegen an der Tankstelle im Hafen wird eine Gebühr von 15 Dollar erhoben! Doch egal. Dieselkanister über den verkrüppelten Steg zu schleppen wäre schlicht nicht möglich gewesen!

Wir bemühen uns nicht all zu viel von dieser Brühe zu verbrennen. Doch die ganze Strecke von Puerto Williams bis Puerto Montt unter Segel nimmt viel Zeit in Anspruch. Entweder herrscht totale Flaute, oder der Wind pfeifft wirklich stark, mindestens mit 30 Knoten. Für diejenigen die in Richtung Puerto Montt segeln, bläst er meist aus der falschen Richtung. Die vorherrschenden Winde am Südzipfel von Südamerika kommen aus Nord-West und bringen in der Regel sehr viel Regen mit sich. Süd-West Lagen sind eher selten. Sie bringen Kälte aber dafür Sonne. Morgens weht der Wind meist noch nicht so enorm stark bis er dann je nach Topographie gegen Mittag ganz schön aufdrehen kann.

Wir sind enorm viel aufgekreuzt! Bei Gegenwind vervierfacht sich eine Strecke schnell einmal. Die selten windlosen Tage haben wir auch mal genutzt, um unter Motor etwas Strecke zu machen. So auch um mal die Batterien ordentlich zu laden. Bei Bewölkung und den nur knapp 9 Stunden Tageslicht im Winter, produzieren die Solarpanelen nicht ganz ausreichend Energie die wir vor allem für den Funk, Navigationsinstrumente, Ankerwinsch, Licht und Musik benötigen. Die Heizung, Webasto mit 4000 Watt Heizleistung, saugt auf den ersten Blick auch viel Strom. Wir hätten gerne einen Dieselreflexofen gehabt. Aber dafür fehlt der Platz. Der erst zwei Jahre alte Windgenerator Rutland hat nach knapp zwei Jahren den Geist aufgegeben. Ist ja unglaublich. Bei 50 Knoten Wind hat es ihn verbraten. Also bis Puerto Montt ist er voraussichtlich ausser Dienst. Ja es ist mitlerweile Winter. Die Bergkämme sind weiss mit Schnee eingezuckert. Immerhin sind wir nun bereits auf 45 Grad südlicher Breite, was in etwa dem Klima im Tessin gleich kommt. Nur noch etwas freuchter in Chile. Die Webasto hat uns angenehm überrascht! Wo doch Thomi in Puerto Williams einige Webastos auf anderen Yachten reparieren musste, kamen grosse Bedenken auf und das Vertrauen in unsere Heizung viel erst mal in den Keller.

Heizen ist ein grosses Thema. Nicht zu vergessen liegen Tierra del Fuego und Patagonien in den “Roaring Forties” und den “Furious Fifties”. Selbst in den Sommermonaten klettert das Thermometer im Schnitt auf 10 Grad, Nachts gegen null Grad. Im Winter klettert die Quecksilbersäule nur wenig über den null Grad Bereich. Im Westen gegen den Pazific ist das Klima ein wenig milder. Doch gegen Osten in den Fijorden der Anden, wird es bitter kalt! 300 Tage pro Jahr starker Regen, ganz im Süden Schnee und Eis, garantiert dir viel Feuchtigkeit im innern der Yacht. Neben der gegebenen Luftfeuchtigkeit kondensiert die warme Heizluft an den kalten Wänden und Fenster, was eine Yacht ohne Isolation ruck zuck in eine Tropfsteinhöle verwandelt. Denke auch noch an die nassen Segelklamotten die irgedwo getockenet werden müssen. Also sind eine gute Heizung und Isolation ein Muss. Robusta ist mit einer Schicht von vier Zentimeter Bauschaum bis zur Wasserlinie isoliert. Über die Bullaugen klebten wir eine Plastikfolie. (Abstand zum Glas = mindestens ein Zentimeter) Durchsichtige Tischdecke ist transparenter als Bauplastik. Die Heizung läuft morgens eine halbe Stunde um die Bude von cirka zwei bis sieben Grad auf 18 aufzuheizen. Wir tragen den ganzen Tag lange seidene Unterhosen, Skihosen, Thermoshirts, darüber Wollpullis, Handschuhe und die obligate Fellmütze. Nachts wird die Fellmütze zur Schlafmütze. Abends wird die Heizung nach dem Segeln nochmals eine halbe Stunde in Betrieb genommen. Wir haben dank der guten Isolation sehr wenig Probleme mit Feuchtigkeit und null Probleme mit Schimmel im Schiff. Unsere Kollegen mit Yachten ohne Isolation können da ein leidiges Jammerlied vom schon unmöglichen Kampf gegen Feuchtigkeit und Schimmel singen. Stell dir mal vor, Segeln in Kälte mit Regen und danach abends todmüde in eine feuchte Koje fallen um morgens wieder in feuchte Klamotten zu steigen, ist echt nichts für Warmduscher. Zudem kann Schimmel schwerwiegende Folgen auf die Gesundheit auslösen. Der Aufwand alles von der Wasserlinie aufwärts zu isolieren lohnt sich echt! Auch in den Schapps! Besser noch schon bei der Anschaffung der Yacht darauf achten. Wenn die Sonne scheint, werden Matratzen, Kissen, Decken nach draussen gezerrt. Doch einmal sind wir nach Sonnenuntergang vom Land erforschen zurück gekehrt. Alle Decken haben sich wie ein Schwamm mit Feuchtigkeit aus der Luft vollgesogen. Eine unangenehme Nacht bestand vor und das Schicksal bescherte für die nächsten vier Tage Regen! Als Bettlaken kannst du Baumwolle echt vergessen! Die saugen sämtliche Luftfeuchtigkeit auf. Also schlafen wir auf einer Fleecedecke. Ist sehr angenehm flauschig. Perfekt zum zudecken eignen sind Wolldecken. Am liebsten hätte ich mich ja auf Schaffellen gebettet. Diese Dinger sind selbstreinigend und echt warm und kuschelig weich. Die Felle die wir in Argentinien von einem Hirten geschenkt bekommen haben, sind nach wenigen Tagen über Bord geflogen. Sorry ist ja Biomüll. Sonst schmeissen wir keinen Müll über Board! Sie waren ungegerbt, voller Blut und wenn ich mich nicht irre, eine halbe Milliarde Floheier konnte ich auch ausmachen.

So tingeln wir drei Yachten gemeinsam durch die Chilenischen Kanäle. Kochen zusammen, geniessen die Natur, machen so vielerlei Segelerfahrungen und haben einfach eine tolle spannende Zeit miteinander in dieser einmaligen Landschaft .

Eine in Erinnerung bleibende Begegnung mit dem Einsiedler südlich von Puerto Aguirre: Marcielo lebt mit seinem Hündchen in einem kleinen Boot und fängt Krebse. Dazu hat er an diversen Stellen in einer Bucht Fallen gestellt die mit bunten Bojen gekennzeichnet sind. Die Reussen füllt er mit Muscheln als Köder. Die Beute sammelt er in einem grossen Käfig bis sie von einem Transportschiff einmal wöchentlich abgeholt wird. Verheiratet war er nie. Früher hat er in der Stadt gelebt, doch vor einigen Jahren hat es ihn in die Einsamkeit gezogen, was er offensichtlich sehr geniesst. Wir haben ihn auf die Robusta zum Essen eingeladen. Er brachte eine riesige Kiste der leckeren Delikatesse schon gekocht mit. Krabbenzangen! Unglaublich schmackhaft mit Zitrone und Mayonnaise. Wir sind fast geplatzt!

Puerto Aguire, der nächste Stop in der Zivilisation. Die Ankerbucht liegt im Nationalpark. Was für ein Luxus auf kleinen liebevoll angelegten Wegen durch den Wald zu spazierten. Nicht mehr wie Maulwürfe im Oelzeug durch dichtesten Feuchtwald kämpfen. Für die Bevölkerung steht eine tolle Grillhütte im Park zur Verfügung. Doch uns wurde mitgeteilt, dass sie nur sehr selten genutzt wird. Kaum zu glauben, sie ist wirklich super gemütlich! Schade, wir wären hier noch gerne länger geblieben, doch die Windprognose verspricht endlich wieder mal Süd-West Wind den wir unbedingt nutzen wollen um etwas weiter in den Norden zu gelangen.

So viele Buchten mitten in den Chilenischen Kanälen und auch schon in Argentinien tragen den Namen „Puerto“ mit noch einem Zusatz, was so viel wie „Hafen“ bedeutet. Doch oft ist in der Seekarte Puerto angegeben und nicht mal ein Haus oder Kuhstall ist weit und breit zu finden. Kurz vor Puerto Melinka, diesmal tatsächlich ein Hafen mit Fähranleger und kleinem Dorf, funke ich die Armada an. Uns ist unklar, wie wir in das Hafenbecken zum Ankerplatz kommen sollen. In den Seekarten sind diverse Untiefen angegeben. Es ist zwar Hochwasser aber sicherheitshalber frage ich nach der Einfahrt. Die Information von der Armada ist wage. Fahrt am Fischereihafen entlang. Ja und wo bitte soll der sein? Klack und schon hat  sich der Mann am Funk verabschiedet und zurück auf Kanal 16 gewechselt. Eine Auskunft wie links oder rechts hätte mir mehr geholfen. Da kommt ein Fischkutter angerauscht. Dem folgen wir in seinem Kielwasser was wunderbar klappt.

Als erstes statten wir mit Schiffspapieren und der Zarpe der Armada einen Besuch ab um uns anzumelden. Hoffentlich meckern sie nicht, dass wir uns zu wenig gemeldet haben. Zwei mal pro Tag wäre Pflicht. Die Herren sind sehr freundlich. Bevor wir auslaufen, sollen wir uns über Funk abmelden. Also keine neue Zarpe ist nötig. Wunderbar, ist ja echt locker hier!

Am nächsten Morgen steht ein Spaziergang und Ortserkundung an. Als wir zurück kommen, meldet Aleko, dass die Armada zur Beduin rausgefahren sei. Sie hätten versucht uns über Funk zu erreichen. Dass wir alle ohne Beleuchtung im Hafenbecken ankern sei auch nicht gut. Aleko erklärt den Beamten, der Funk sei abgestellt sobald wir vor Anker liegen. Es könnte ja auch sein, dass er an Land ist und dann können sie ihn ja auch nicht erreichten. Zudem reicht der Strom niemals um diese Geräte auf Dauerbetrieb laufen zu lassen. Das ist nicht wie bei einem Fischkutter wo die Batterien vom Motor geladen werden. Dein Auto macht auch innert kürzester Zeit schlapp wenn du vergisst das Licht auszudrehen. Das schienen die beiden Beamten zu begreifen. Der Grund warum sie uns allen einen Besuch abstatten wollten, war eigentlich nicht die Funke, sondern weil sie uns melden wollten, dass wir doch noch die Zarpe vor dem Auslaufen erneuern müssen. Also alles doch nicht so locker. Wieder ist viel Papierkrieg angesagt. Die Beamten tippen alles wieder erneut in ein monströses Formular ein. Das hört sich nun an, als hätten die dort keine Computer. Und ob, Thomas hat auch auf dem Bildschirm gesehen, dass eine zentrale Datenbank existiert. Mit einem Mausklick stehen alle Informationen über sämtliche Yachten und was sich sonst noch so alles auf dem Wasser in ganz Chile bewegt, zur Verfügung. Wieso denn einfach wenn etwas möglichst kompliziert erledigt werden kann. Schliesslich müssen die krass vielen Armada Soldaten auch etwas zu tun haben. Es ist ja schon unglaublich, jeder Fischer muss bevor er auslaufen will zur Armada rennen um den ganzen Papierkrieg zu erledigen. Wohin, mit wem, warum, bis wann, Papiere, Ausrüstung an Board. Dauer der Zeremonie: Mit eins bis zwei Stunden musst du schon rechnen. Anmelden dauert etwas weniger lang. Je nachdem wie viele Angestellte zur Verfügung stehen und wie viele Fischer auf eine Zarpe warten. Zum Glück sind Häfen hier dünn gestreut, sonst würde ich wahnsinnig werden.

Im Dorf sprechen uns die Menschen auf der Strasse an. „Ustedes son venido con los Yates?“ (Ihr seid mit den Yachten gekommen) Sie nehmen sich Zeit und erklären uns vieles über die Insel und wollen wissen wo wir herkommen und wer wir sind. Natürlich alles in spanisch. Die jungen Leute sprechen in Chile auch Englisch. Als wir dann eine Kneipe suchten, wo wir etwas kleines Essen können, begleitete uns ein Señor durch das Dorf um jemanden zu finden, der uns etwas kocht. Zum Dank haben wir ihn zu einem Bier eingeladen. Leider war der Mann schon ziemlich angetrunken. Thomas und Kollege Stepke haben mit ihm überhaupt nicht mehr gesprochen, was mich recht geärgert hatte, weil ich mich mit dem lallenden Typ alleine unterhalten musste. Normalerweise bin ich da schon rabiater, aber diese nette Geste, die mir in der Schweiz leider nur ganz selten begegnet, veranlasste mich freundlich zu bleiben.

Einfach so mal spazieren gehen ist fast unmöglich. Fast jedes Auto das an uns vorbei fährt, will uns mitnehmen. Das sieht dann ungefähr so aus:

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Diejenigen die ein Auto besitzen, fahren meist einen Pickup. Der Grund dafür ist wohl das Heizen mit Holz. In einer kalten Gegend muss viel Holz transportiert werden nachdem es gefällt, aus dem dichten Wald auf die nächste Strasse geschleift und zerkleinert wurde. Grössere Städte leiden unter massiver Feinstaubbelastung weil das Holz eben nicht gelagert ist und schon frisch gefällt, grün und vom vielen Regen auch noch nass in die Öfen wandert. Ja alle heizen hier im Süden Chiles mit Holz. Auch gekocht wird meist auf Holzkochherden, so wie ich es von meiner Oma oder der Alphütte noch kenne. Sogar die neusten Modelle sehen noch gleich antik aus wie vor 100 Jahren.

Bei einem Ausflug auf die andere Seite der Insel nach Repollal, lernen wir den Schulleiter Juan kennen. Die Schule bereitet das traditionelles Gericht „Curanto al Hoyo“ zu. Mit dem Erlös soll für die acht Kinder der Schule eine Reise nach Argentinien finanzieren werden. An der Schulreise werden die Eltern auch teilnehmen. Ui ja bravo, das ist doch für die Kinder überhaupt nicht spannend. Aber eben das ist ja nur meine Sichtweise…

Also gehen wir zu viert, mit Aleko und Stepke am Wochenende zu der Schule. Wir werden prompt sofort von einem Pickup ins 12 km weit entfernte Repollal mitgenommen.

Hergestellt wird das Gericht folgendermassen: Es handelt sich um eine 6000 Jahre alte Tradition der Mapuche Indianer aus Chiloe. In die Erde wird ein etwa ein Meter tiefes Loch gebuddelt welches mit Steinen halb gefüllt wird. Darauf wird ein Feuer entfacht. Sind die Steine glühend heiss, wird die Kohle entfernt und die grossen grünen Pangue Blätter werden als erste Lage auf die heissen Steine gelegt. Danach lagenweise Kartoffeln, Würstchen, Fisch, Hühnchen, Gemüse wie Karotten und dann obendrauf Muscheln und zu oberst Fladenbrotteig. Dann wieder die grossen Blätter und als letztes eine Schicht Erde was wie ein Dampfkochtopf wirkt.

Als wir eintreffen qualmt es schon ordentlich aus der kleinen Holzhütte neben der Schule. Das ganze muss mehrere Stunden langsam garen. Juan zeigt uns die kleine Schule in die zur Zeit acht Kinder kommen. Natürlich alle verschieden alt. Ab der sechsten Klasse müssen sie mit dem Schulbus nach Melinka.

Nun ist das Curanto bereit um serviert zu werden. Die grossen Blätter werden weg geschichtet, statt dem Fladenbrot kommt irritierenderweise erst eine Plastikfolie zum Vorschein. Habe mich schon gewundert wieso ganz oben drauf keine Erde auf die Blätter geschichtet wurde. Plastik verkürze die Garzeit um eine ganze Stunde meint der Schulleiter. Ja schliesslich sind wir ja im Jahr 2016! Da ist schon ein wenig Fortschritt zu erwarten. Auch der Fladenbrotteig ist in kleine Plastiktütchen gepackt und so der Hitze ausgesetzt.

Na ja, ist ja alles für einen guten Zweck.

Als der Nordwind endlich wieder mal etwas abflaut und sogar auf Süd-West dreht, zieht es uns weiter nach Boca Chica um dort auf ein optimales Wetterfenster zu warten um über den Golfo Corcovado nach Chiloe zu segeln.

Alekos Wasserpumpe für den Motor wartet dort auf der Post! Das aus Holz geschnitzte Lager erfüllt noch immer seinen Dienst! Unglaublich. Eventuell lässt sich ja etwas aus Holz vom Feuchtwald für die Reparatur von unseren Windgenerator basteln?

 

 

 

 

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June 2

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