October 28

Testfahrt mit der renovierten Robusta

Sechs Wochen sind bereits vergangen seit die Robusta wieder schwimmt.

Schön sieht sie aus!

Nur schade hat es nicht mehr geklappt, den weissen Streifen am Rumpf zwischen dem Schwarz und Rot auszubessern – zu viel Regen!

In der Zwischenzeit ist so einiges gelaufen, oder eben auch nicht.

Etliche Stunden haben wir gemeinsam verbracht. Wir vermissen ihn so sehr! Nun ist er endgültig von uns gegangen. Nicht mehr wiederbelebbar. Total tot. Ade  liebster Laptop! Hast wohl auch zu viel Regen abbekommen. 

Die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung macht uns etwas Sorgen. Die maximale Aufenthaltsdauer ist bereits erreicht (9 aus 18 Monaten). Trotzdem reichen wir als Paar einen Antrag für weitere neun Monate Aufenthalt in Neuseeland ein. Schriftlich. Elektronisch geht als Paar nicht. Sowas kann das System nicht! Murrey, der Boss der Norsand Werft, hat erneut ein Begleitschreiben verfasst, welches uns helfen soll. Der Inhalt lautet in etwa so: Robusta müsse erst intensiv getestet werden und es sei fahrlässig uns auf eine 1000 Seemeilen lange Überfahrt zu schicken…. Wer länger als ein Jahr in Neuseeland bleiben will, muss einen Medizinischen Test durchlaufen. Lungenröntgen wegen Tuberkulose, fetter Fragebogen zum Gesundheitszustand (lügen verboten) und ein Bluttest mit dem unter anderem sämtliche sexuell übertragbare Krankheiten ermittelt werden. Wir wussten gar nicht, dass wir uns demnächst prostituieren werden. Der Spass kostet 500 Kiwi Dollar pro Person (z.Z 300 Euro)! Wer ein Wehwehchen hat, darf als Tourist nicht bleiben. So die Information der Ärztin. Vergiss die Idee gleich mal jemand anderen zum Test zu schicken. Du wirst in der Arztpraxis fotografiert. Genauso wie wenn du in den Knast wanderst. Ich gehe davon aus, dass jeder Tourist eine private Krankenversicherung hat und somit dem Staat bei Krankheit nicht zu Lasten fällt. Wer hingegen in Neuseeland einen Unfall baut, wird kostenlos behandelt. Bei Krankheit wir dem Tourist jedoch der doppelte Tarif abgezwickt.

Neuseeland ist etwas speziell.

So und jetzt ist eh alles wieder anders gekommen:

Eine Anfrage von meinen ehemaligen Arbeitskollegen bringt so einiges durcheinander: Ob ich für sechs Monate einspringen will. Der Entscheid war nicht ganz einfach. Die Pläne waren bereits geschmiedet um zur Südinsel zu segeln. Marlboro Sound J und Fiordland zu den Sandflohkolonien. Nun fliege ich Ende November nach 3 ½ Jahren wieder mal nach Hause in die Schweiz. Alleine. Thomas wird hier bleiben und das Leben als Einhandsegler geniessen. Hoffentlich wird es ihm nicht zu wohl dabei! Ich freue mich extrem auf meinen Sohn Sascha, Familie und Freunde und auf frische Gipfeli, guten Chäs und Servelats und Röschti! Doch sieben Monate von Thomas getrennt zu sein, wird eine Herausforderung. Wir werden einander vermissen!!! Jetzt wo ich das schreibe fliessen gerade wieder die Tränen.

Eigentlich wollte ich ja von der Testfahrt berichten.

Erst ging die Fahrt unter Motor in die Town Basin Marina im Zentrum der Stadt WhangaRain. (Sorry ich musste diesen Ort umbenennen. Es hat dort dermassen oft geregnet. Ist ja echt unglaublich! Wir hätten jedoch noch Glück gehabt, normalerweise ist alles noch viel übler.) Die Versorgerbatterien sind schon wieder schlapp! Sie entladen sich viel zu schnell und laden nicht mehr recht. Nach nicht mal zwei Jahren schon wieder tot! So und nun werden die neuen Batterien nicht mehr im Motorraum installiert. Dort drinnen wird es um die 50 Grad warm wenn der Motor läuft. Hohe Temperaturen verkürzen die Lebensdauer drastisch. Also noch eine weitere Fehlkonstruktion die zu beheben ist. Greg, der mit seinem Fischkutter in der Werft ist, kauft sie für uns ein. Er bekommt 30% Rabatt. Zum Thema Batteriekunde ein Link: www.kleinboote.at/Batterie-Bootsbatterie.

So und nun kann die Testfahrt zum 70 Seemeilen entfernten Coromandel Town beginnen. Gleich beim Marsden Cove erblickt Thomas eine an einer unmöglichen Stelle im Fluss geankerte Yacht. Es ist die Caramor! Kate und Franco haben wir zuletzt in Chile gesehen. Was für eine Freude! Sie sind soeben von Tonga angekommen. Ihr Motor ist ausgestiegen. So legen wir mal eine Pause während der Testfahrt ein und ankern ebenfalls im fetten Schwell neben der Caramor. Etwas später kommt unser Freund Rob mit dem Dinghi angebraust. Er berichtet von einer Yacht die gerade aus Fiji angekommen ist und auf der Überfahrt den Anker mit der ganzen Kette verloren hat. Die Yacht sei nun an einem Seezeichen im Fluss festgebunden. Ich koche das erste Mal wieder bei Seegang einen Eintopf für uns alle. Der schön saubere Herd sieht schon wieder völlig versaut aus!

Franco hat den Motor soweit wieder zum Laufen gebracht. So und nun geht’s weiter mit der Testfahrt der Robusta.

Das neue Grosssegel zieht super! Doch beim Reffen geht etwas nicht. Die Reffösen lassen sich unmöglich am Mast einhängen. Die Segellatten stören! Das kann aber einfach behoben werden. Der Motor hatte etwas Mühe beim Starten. Komisch. Mit dem Deutz hatten wir erst ein einziges Mal ein kleines Problem.

In Coromandel Town wohnt eine Freundin aus der Schweiz, die wir nun endlich besuchen wollen. Doch das ist alles nicht so einfach. Zum Dorf führt ein kleiner Bach der mit dem Dinghi nur zwei Stunden vor und nach Hochwasser befahrbar ist. Ein weiterer Anlegesteg ist nördlich ausserhalb vom Dorf. Doch auch dort ist die Situation nicht viel besser.  Jedenfalls war das Wiedersehen mit Tina super toll! Sie musste jedoch den Thomas als erstes zu einem Zahnarzt fahren. Er ist nun einem Gebiss um einen Zahn näher gerückt. Die Reparatur in Fiji, vom Indischen Zahnarzt durchgeführt der in Neuseeland studiert hat, ist abverreckt.  Auf dem Röntgenbild ist es eindeutig zu sehen. Im Zahn steckt von der Wurzelbehandlung zurückgeblieben, ein Stück Draht! Autsch.

Ja und genau jetzt, nachts in absoluter Dunkelheit mit viel Wind, auf dem Weg mit dem Dinghy zur Robusta, streikt der Motor. Kleine steile Wellen machen es sozusagen unmöglich zu paddeln. Die ankernden Yachten und nun auch das Land sind weit entfernt. Wo ist die Robusta? Hat denn überhaupt jemand das Ankerlicht angemacht? So ist der schwarze Rumpf natürlich nahezu unmöglich auszumachen. Zufällig driften wir auf Marcello‘s Yacht. Der weiss wo die Robusta liegt. Knappe zwei Stunden sind wir in der Kälte rumgeirrt!

Sturm aus Südwest ist angesagt. So verkrümeln wir uns in die geschützte, wunderschöne Te Kouma Harbour Bucht. Miri will mit uns segeln. Ich hole sie zu Fuss an der Hauptstrasse ab. Ein überdimensional grosses Auto stoppt neben uns. Der Fahrer ermahnt uns, dass wir hier nicht laufen dürfen. Alles Privatland, Maori Land erklärt der käseweisse Mann. Das Dinghy werden die Arbeiter von der Muschelfarm zerstören wenn wir es am Steg anbinden. Ups, krass. Offensichtlich sind Fremde hier nicht willkommen. Blöd ist nur, dass die nächsten drei Tage wegen dem Sturm die Bucht nicht verlassen werden kann.

 

Nur Strände zählen zum öffentlichen Raum. Führt ein Wanderweg über ein Privatgrundstück, kann eine Gebühr von ca 40 Kiwi Dollar anfallen.

Die Seeventile und Luken und Bullaugen der Robusta sind alle dicht. Der dritte Wassertank lässt sich jedoch nicht füllen. Das ist sehr schleierhaft. Der Entlüftungshahn ist neuerdings in der Küche statt im Bad. Selbe Distanz und Höhe!?!

Great Barrier Island ist das nächste Ziel. Die Insel ist ein echtes Wanderparadies. Ganz dünn besiedelt, hohe Berge, alles üppig grün. Miri und ich zotteln gleich mal von Port Fitzroy auf eine zweitägige Wanderung los. Zum 670 Meter hohen Mount Hobson.  Ist ja nicht so hoch, aber doch recht anstrengend wenn der Weg kurz vor dem Ziel erst wieder ganz runter ins Tal führt! Von dort bis zum Gipfel sind enorm aufwendig Holztreppen angelegt. Bei 400 höre ich auf zu zählen. Muss mich konzentrieren, um den inneren Schweinehund zu überlisten. Wer hat das alles gebaut? Ist ja unglaublich! Übernachtet haben wir in der einfachen Berghütte Mt Heale Hut. Die Aussicht ist der Hammer!  Wir waren ganz alleine. Zum pennen haben wir uns auf den Tischen im Aufenthaltsraum eingerichtet, um die Aussicht bis nach Auckland und den Sternehimmel zu geniessen. Kalt war es, denn in der Hütte gibt’s keine Heizung und die Temperaturen fallen im Frühjahr schon noch empfindlich tief. Great Barrier gefällt uns super. In Port Fitzroy lernen wir zufällig den Treppenbauer kennen! Er lädt uns zu sich nach Hause ein. Doch wir kommen bei seinem Haus nie an weil wir mit dem Dinghi wieder nirgends anlegen dürfen. Alles Privat!

So und nun geht es nochmals zurück nach WhangaRain. Unser Freund Andi kommt von seinem Heimaturlaub in Deutschland zurück, was natürlich gefeiert werden muss. Seine Yacht steht in der Norsand Werft an Land. Kurz vor der Einfahrt in den Hatea River, stellt der Wind ab. Segel bergen und unter Motor in die nächste Bucht. Doch der Motor startet nicht. Ein heftiger Adrenalinschub schiesst durch sämtliche Körper an Board. Blöder kann’s nicht kommen. Kein Wind und ohne Motor an einer felsigen Küste, dazu noch mitten in der Schifffahrtsstrasse! Thomas entdeckt den Fehler schnell. Das Kabel vom Anlasser zur Batterie aus der Mülltonne ist defekt. Ha ha, wen wundert‘s? Mit etwas Biegen und Rütteln startet der Motor dann doch noch.

Fazit der Testfahrt:

Am Dinghymotor klemmt der Schwimmer der den Benzinfluss reguliert.

Der Deutz bekommt ein neues Kabel.

Die Reffhaken am Mast werden anders montiert.

Warum der dritte Wassertank nicht gefüllt werden kann, ist noch immer unklar!

 

 

 

 

 

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September 8

Countdown: noch 4 Tage bis zum Einwassern

Ich bin recht nervös, Thomas wirkt da viel gelassener. Seit der Einwasserungstermin vor einem Monat  auf den 12. September festgelegt wurde,  regnet es wieder täglich. Nicht immer, aber auch nur fünf Minuten versauen einen Anstrich. Der rote Streifen ist bereits das dritte mal versaut. Zu tiefe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und eben die paar Spritzer Regen machen es möglich, dass die Farbe uralt aussieht. Da könnte der Eindruck entstehen, wir seien zu doof um den Wetterbericht zu studieren. 

Am 1. Oktober läuft unser Visum aus. Dann sind wir neun Monate in Neuseeland.  Die ersten drei Monate mit einem Touristen Visum. Danach haben wir ein Boat repair Visum beantragt. So und nun sind wir etwas ratlos wohin die Reise gehen soll. Im Südpazifik beginnt im Dezember bereits wieder die Zyklonsaison.

Da habe ich eben so einen doofen Paragraphen entdeckt: Reisende dürfen maximal 9 Monate während 18 Monaten in Neuseeland bleiben. 

So wenn wir die 1000 Seemeilen nach Fiji segeln, wäre danach eine weitere  Einreise in Neuseeland erst wieder nach neun Monaten möglich. Vor einer erneuten Einreise muss das Land so lange verlassen werden, wie die Aufenthaltszeit war. So ein Mist. Mein Sohn Sascha wollte uns besuchen! Ich freue mich schon so extrem auf ihn!!! Die Zyklonsaison im Südpazifik zu verbringen ist für uns keine Option. Schon gar nicht mit dem frisch renovieren Boot! 

Mal schauen was die Immigration dazu meint……..

 

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September 4

Countdown

Noch 9 Tage bis zum Einwassern!

Danke für alle Geburriwünsch! Statt einen Kater habe ich eine mega verstopfte Nase und Husten! 

Die Party wird um eine Woche verschoben. Oh war ich traurig nicht feiern zu können.

Der Tag fing ganz nett an. Miri und Jordi brachten früh morgens einen selber gebackenen Kuchen vorbei. Sie fahren jetzt übers Wochenende nach Auckland. Und die Party heute Abend? Wie du bist doch krank!? Dave und Eursula kommen auch nicht. Er ist krank! Carol ist auch krank! Ohje, jetzt flüchte ich total traurig in die Koje und rotze alleine vor mich hin. Per Mail kommen weitere Absagen wegen sich-nicht-wohlfühlen…….. jetzt habe ich aber auch keine Lust mehr zum feiern. War auch gut so im Nachhinein gesehen.

Also neue Ausgagslage:

After Birthday and goodbye party 😀

Saturday 8. September,  in the Norsand Boatyard 

Bring some food to share and some musicinstrumments !😎

I’m exited to see you all healthy 

 

 

 

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August 14

Tuwasliste von 69 auf 7 geschrumpft

Krise überwunden? 

Es geht wieder besser.

Doch die Ansage der Neuseeländer, die Winterstürme gehen erst richtig nach der Sonnenwende los und dauern bis Ende September, hat sich auf das Stimmungstief nicht gerade positiv ausgewirkt. Doch zur grossen Überraschung sind die Temperaturen diesen Winter mild. Tags manchmal gegen 18 Grad! Nachts um die 10, nur noch selten 5 Grad. Doch die Tage sind noch immer kurz. Malen ist nur in kleinen Etappen möglich. Zwischen 13 und 15 Uhr stimmen die Bedingungen falls die Sonne scheint. Die Intervalle ohne Regen sind auch echt länger geworden. Nach dem miesesten Sommer folgt nun ein milder Winter? Hoffen wir doch!

Für den Aufbau der Arbeitsmotivation haben wir uns ein wenig Freizeit von der Werft gegönnt: Mehrere nette Wanderungen unternommen, Freunde besucht oder eingeladen, bei Regen stundenlang im Hallenbad im nach Chlor stinkenden Hot-Pot gehockt, mal schön auswärts essen gegangen… Jeden zweiten Sonntag ist jetzt neuerdings Salsa Tanzkurs. Es ist wirklich einer der cooleren Kurse die ich besucht habe. Fast alles unkompliziert und locker. Lokal mit Barbetrieb ist schon mal eine sehr sympatische Ausgangslage. Die erste Stunde sind die Fortgeschrittenen dran, die zweite Stunde die Anfänger. Nach dem Kurs bleiben alle noch zum Tanzen oder einfach um neue Leute kennen zu lernen. Leider sind wie in jedem Tanzkurs Männer Mangelware! Bei schönstem Wetter hatte der Tanzlehrer die glorreiche Idee mitten in der Stadt, an der frischen Luft zu tanzen. Es dauerte keine fünf Minuten und die Polizei  stand auf dem Platz. Niemand hat aufgemuckst. Der Kiwi scheint kein Revolutionär zu sein. Mein Versuch die neu erlernten Tanzschritte mit dem Beamten auszuprobieren, ging kläglich den Bach ab. Der Mann war nicht von seinem Vorhaben abzulenken. Er hat wohl unterschwellig gemerkt, dass ich Polizisten nicht sonderlich mag. Der öffentliche Raum ist in Neuseeland nur zum angucken gedacht, aber nicht um sich wohl zu fühlen. Wehe du traust dich auf einer Parkbank, bei schönstem Wetter, ein Bierchen zu trinken!

 

Das Visualisieren  aller ausstehenden Arbeiten auf einem Stück Papier, hat geholfen. Jedes Abhaken mit einem fetten roten Stift, ist tatsächlich eine wahre Freude.  Es fühlt sich super an jetzt wo die Tuwasliste von 69 auf 7 geschrumpft ist. Doch welche Jobs sind in der Regel als letztes dran? Die Mühsamen. Das Dinghi ist so ein Fall. Seit längerer Zeit ist dies eine halbwegs schief schwimmende Badewanne. Wasser fliesst rein und Luft entweicht. Die Lecks sind an den unmöglichsten Stellen. Sogar er Provi auf den Marquesas Inseln hat sich geweigert diese Löcher anzugehen. Genauer gesagt, er hat nur die einfachen geflickt. Hinten beim Holzspiegel,  in den Ecken, total versteckt und weder im aufgepumpten Zustand und auch ohne Luft beinahe unmöglich dort zu hantieren. So und nun bin ich etliche Kilometer mit dem Velo gefahren um PVC Kleber zu bekommen. Ja der kann doch überall gekauft werden. Kein Problem. Doch die Menge die ich gerne hätte, existiert nicht. Kleine sündhaft teure Tübchen von wenigen Milliliter Vulkanisierender Kleber, heilen das Dinghi nicht!  Ich rechne mit einem Liter! Im Endstadium der Verzweiflung stoppe ich bei einem Canvas Fabrikanten. Von ihm könnte ich ein ganzes Fass PVC Kleber (Bostik 999) echt günstig kaufen.  PVC Flicken gab er mir noch umsonst mit. Einen Liter habe ich davon gekauft. Das Internet verspricht viel über diesen Kleber aus der Schuhfabrikation. Doch in der Anleitung wird einen zweiten Komponenten empfohlen.  Dieser Zusatz ist nur für schwere Fälle nötig und mache den Kleber Wasserresistenter. Unser Dinghi habe ich persönlich in die Kategorie “erheblich schwerer Fall” eingestuft. Wir beide haben es so satt vor jeder Fahrt Wasser zu schöpfen wenn es nicht einmal geregnet hat oder dauernd zu pumpen.  Der lokale Aufblasbarem Reparaturservice in Whangarei  hat bestimmt diesen Zusatz. Wenn ich schon dort bin, erkundige ich mich anhand von Fotos, wieviel die Reparatur kosten würde. Die Ferndiagnose schätzt er auf mindestens 800 Kiwidollar (530 Franken). Klarer Entscheid: Selbstversuch!  Tim und Alison erteilen mir super geduldig einen Dinghi Reparatur Crashkurs. Sollte alles abverrecken, bringe ich das Dhingi zu ihnen! 

Im Moment sieht es noch schlimm aus, so tragisch, dass ich Angst habe es nicht mehr zusammen zu bekommen. Ohje und diese paar Tröpfchen Zusatz sind wieder so richtig teuer.

So und nun, wo ich vor dem schlappen Sportgerät stehe und es galt Problem Nummer eins zu lösen, nämlich die Voraussetzung zu schaffen, dass die Luftkammern innen trocken sind, würde ich lieber baden gehen.  Das ist doch nun echt mal ein Ding der Unmöglichkeit. Ausser ich schneide ein grosszügiges Loch rein. Nun versuchte ich seit Tagen, jedes mal wenn ich daran vorbeilaufe, das Dinghi wieder aufzupumpen um so das Innenklima zum Besten zu ändern. Der Umfang vom Oberarm  ist bereits um einen Zentimeter gewachsen, doch ist da noch immer Feuchtigkeit zu spüren wenn ich meinen kleinen Finger durch das Ventil pople. Immer wieder versuche ich die alten Flicken mit dem Heissföhn vorsichtig zu entfernen. Nicht vorsichtig genug, denn zwei Fingernägel sind nun angekokelt. Die Kunst besteht darin, weder Finger noch das PVC zu verbraten. Doch die Flicken haften plötzlich aussergewöhnlich fest. Auch mit dem Lösungsmittel ist nur sehr langsam etwas auszurichten. Nun  ist mal die Verbindung vom Holzspiegel zum Festboden freigelegt. Das Holz ist nass aber noch in einem einigermassen guten Zustand. Wenn es trocken ist, wird es mit Resine-Epoxi gestrichen und mit zwei weiteren Schichten 2-K Lack. 

Dinghies bescheren oft den Dauerterror. Die meisten Modelle sind diese Tage in China hergestellt und die Verklebung verabschiedet sich laut Aussagen anderer Segler innert kürzester Zeit. Je mehr Sonneneinstrahlung – desto früher. Wenn wir ein grösseres Schiff hätten, würden wir ein Festes Dinghi besitzen. Auf jedenfalls nichts zum Aufpumpen! 

 

 

 

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July 9

Durchhänger in der Werft

Noch immer in der Werft?

-Ja.

So viel zu renovieren?

Die „Tu was Liste“ hat sich in den ersten Wochen täglich verlängert. Es löscht mir ab, wenn ich über das Deck der verdreckten Robusta schaue. Rostschlieren da und dort, vom weissen Deck ist fast nichts mehr zu sehen. Alles ist echt gruselig. Innen Staub und Chaos pur. Es sieht nicht aus, als hätten wir bereits sechs Monate geschuftet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Deck nur durch reinigen jemals wieder sauber wird. Beim betrachten der komplett vernachlässigten „Tu was Liste“ wird es mir schwindelig. So viele Dinge sind angefangen. Ich bin traurig, überfordert und habe den Überblick verloren was noch zu tun ist. Thomas scheint das alles nicht zu stören. Umso mehr fühle ich mich unverstanden. Da klaffen unsere Wahrnehmungen auseinander. 

Ich packe den Cumputer, richte mich im Aufenthaltsraum der Werft ein und versuche mich zu beruhigen. Ich schreibe lieber wiedermal  Blog. Nohl der Bootsbauer und Murry der Boss der Marina sehen, dass ich geheult habe. Wir trinken zusammen Tee. Sie versuchen mich zu trösten indem sie mir verrückte Geschichten über Paare in der Werft erzählen. Am meisten tröstet mich, als sie mir versichern all die Arbeit lohne sich bei der originellen Robusta. Es sei eine gute für Schwerwetter taugliche, stabile Yacht! 

Nun haben wir uns zusammengerappelt und die “Tu was Liste” auf den neusten Stand gebracht. 69 Dinge sind noch zu bewältigen. 69 tönt skandalös. Leider habe ich es verpasst zu zählen wie viele es insgesamt waren. Gefühlsmässig garantiert über tausend! Einen Überblick zu schaffen tat mir gut. In Zukunft werde ich mit der Liste arbeiten. Ich stelle mir vor, wenn ich eine Arbeit abhaken kann, kommt das einem Orgasmus gleich!

Beim genaueren Hinschauen, weshalb die Renovation so lange dauert, sind wir auf folgende Punkte gestossen: Eigentlich sind es nicht nur Punkte, sondern ganze Stories.

Nun ja, wenn zum Schweissen in der Bilge schon ein Teil des Innenausbaus entfernt ist, lohnt es sich was dahinter liegt zu erkunden und gegebenenfalls auch zu bearbeiten. Sehr erschwerend ist der Fakt, dass wir auf der Baustelle leben! Da ist zum Beispiel eine Kabine mit Ware bis obenhin vollgestopft und Arbeiten die im Gleichen erledigt werden könnten, sind dort nicht möglich. 

Oft muss auch wegen ungünstigen Wetterbedingungen umgeplant werden. Dann geht das Durcheinander erst recht los. Angefangene Arbeiten bleiben liegen. Oder irgendwelche Malöre geschehen wie zum Beispiel mit den ausgebauten Decksluken. Die Schraublöcher hatte ich doch mit einem Mammutklebeband provisorisch abgedichtet. Der sintflutartige Regen muss es irgendwann weggeschwemmt haben. So ist Wasser in die Vorkabine hinter die frisch gestrichenen Holzwände vorgedrungen. Sämtliche Klamotten in den Schapps sind durchnässt. Paneelen wieder abschrauben, an die Sonne legen, Isolation trockenen…… das macht echt Spass! Auch wenn es oft mehrmals täglich nur kurz regnet, fehlt oft die Motivation Arbeiten draussen überhaupt zu starten. Zu zweit innen zu werken ist anstrengend da wir einander aus Platzmangel in die Quere kommen. Die Wetterfenster für Malerarbeiten müssen gut gewählt werden. Der Polyurethanfarbe muss bei diesen niedrigen Temperaturen ein Beschleuniger beigemischt werden. Drei fette Infrarot Wärmelampen helfen zusätzlich den chemischen Prozess der Trocknung anzukurbeln. Erst gegen Mittag können wir beginnen. Nach 15 Uhr ist die Luftfeuchtigkeit bereits schon wieder zu hoch. Der Anstrich verliert mit der Feuchtigkeit den Glanz. Obwohl, mattschwarze Autos sind ja jetzt hoch im Kurs!

 

Wir, die unseren Stahleimer selber renovieren, brauchen viel Zeit um uns über die anstehenden Arbeitsvorgänge schlau zu machen. Dank Internet geht das ja relativ flott. Die Informationsflut verunsichert auch. Vor allem Beiträge aus Foren müssen kritisch eingeschätzt werden. Im Facebook, im Forum “Sailing and crusing” finde ich oft sehr guten Rat. Da tummeln sich die Leute, die Ihre Yachten an die Grenzen puschen und Erfahrungen mit allerlei Reparaturen haben. So und nun geht es darum das entsprechende Material zu finden. Der kleine Laden in der Werft ist sehr praktisch. Doch der Verkäufer hat keine Ahnung! Frag den Maler, heisst es dann und am Ende des Monats steht eine halbe Stunde Beratung auf der Rechnung (Ist uns noch nicht passiert, doch viele Segler haben das hier so erlebt). Wenn ich ein Produkt kaufe, erwarte ich auch eine kompetente Beratung. Letzte Woche habe ich ein ganzes Holzbrett mit falscher Farbe versaut, welches ich in stundenlanger Arbeit ins Deckshaus eingepasst habe. Ich bin sauer! Ein Entgegenkommen oder eine Wiedergutmachung ist nicht auszuhandeln. So strampeln wir in Zukunft mit dem Velo viele Kilometer in Whangarei für Einkäufe und Beratung herum. Price vom Malergeschäft Fraser ist die geniale Ansprechperson geworden. Dort können wir über das Geschäftskonto eines neuen Freundes für 30 Prozent günstiger einkaufen.

Ehrlich gesagt gelingt es nicht immer die Arbeiten in einer sinnvollen Reihenfolge zu organisieren.

Missgeschicke machen an Erfahrung reicher? Oder wie ist das noch?

Relax, have a nice cool beer.

Der Winter ist nun da. Er ist jedenfalls wesentlich milder als in der Schweiz! In den Gärten blühen die schönsten Blumen. Zitronen, Limonen, Kiwis und die Pampelmusen sind reif. In der Nacht können die Temperaturen aber schon mal gegen fünf Grad fallen. Tagsüber steigt das Thermometer bei praller Sonne gegen 15 Grad. Schlafen tun wir schon fast mit der selben Ausrüstung wie in Patagonien. Fehlt nur noch die Mütze auf der Birne. In der Schlafkabine mussten wir die Bullaugen wieder gegen Kondenswasser mit einer transparenten Plastikfolie sozusagen doppelt verglasen. Hilft super! Geheizt wird nur kurz morgens mit der frisch gewarteten Webasto (Dieselheizung).

Abends treffen sich die wenigen zurückgebliebenen Segler,nicht zu verwechseln mit geistig zurückgeblieben, beim Grill zum quasseln und festen. Sie basteln ebenfalls seit Monaten oder gar Jahren an ihren Yachten. Doch oft können die Yachties nicht abschalten und reden dauernd von Reparaturen als gäbe es keine anderen Themen in der Welt! 

Ich brauch mal eine Pause.

Die Sonnenwende ist immerhin überstanden. Die Tage werden wieder länger. Gefeiert wird der kürzeste Tag im Jahr mit einem Konzertbesuch im Club Maina. Die Band Mermaid Bait spielt dort. Der ganze Club ist mit Christbaumkugeln und Klimbim dekoriert. Ein „Weihnachtsmenue“ steht auf dem Speiseplan. Fast so lecker wie aus Mamas Küche. Weihnachten jetzt? Das sei ein Gebrauch den die Europäer zumindest in diese Gegend gebracht haben. Ausflüge, um mal von der Werft weg zu kommen, geniessen wir beide sehr. Das Fest war super. Doch ein dezent bitterer Nachgeschmack überschattet den tollen Abend. Zurück bei der Werft hatte Dave den Schlüssel für das Tor nicht gefunden. So lässt er ausnahmsweise das Auto über Nacht auf der Strasse stehen. Am nächsten Morgen war es aufgebrochen und ausgeraubt. Dave renoviert seine Yacht und hatte deshalb all seine Kleider und eigentlich alles was er besitzt im Auto zwischengelagert. Ich würde sagen das war wirklich grosses Pech. Wir  fühlen uns sehr sicher in Neuseeland. 

Die Sonne scheint heute immerhin, so tun wir was gegen die Tu was Liste! Übermorgen ist frei, der Wetterbericht meldet einen fetten Sturm mit viel Regen!

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June 6

20. Woche Werft

Was ist denn los? Warum erscheint da kein Blogeintrag mehr? So in etwa lauten die Kommentare von Freunden.

20 Wochen am Stück in einer Werft zu verbringen, hätten wir niemals so gedacht. Es war klar, da ist viel zu renovieren. Robusta ist auch nicht mehr die Jüngste. Dieses Jahr ist ihr 30-igster Geburtstag. Für dieses Ereignis wird sie eben speziell hübsch gemacht! 

Chaos auf der Baustelle

Nohl, der wohl erfahrenste Bootsbauer dieser Werft erklärt, dass Arbeiten die von Laien ausgeführt werden, in der Regel sechs mal länger dauern. Diese Aussage lässt mich stutzen. Wie lange braucht denn ein Provi?  Zusätzlich war der Sommer   hundsmiserabel. Mittlerweile ist es auch schon Winter geworden! Die Tage sind kurz,  alles ist bis mittags feucht auch wenn es nicht geregnet hat. Die Niederschläge nehmen auch nicht ab. Die Temperaturen sind meist recht angenehm. Tags zwischen 15 und 20 Grad. Der Südwind hat uns aber auch schon Nächte um die 5 Grad beschert. Robusta ist gut isoliert und mit einer extra Wolldecke überleben wir das auch.

Besuch bei Jo in Auckland. Jo haben wir beim Segeln in Patagonien kennen gelernt. Ich habe die Woche Pause von der Werft sehr genossen.  

Zurück in der Werft, verlagerte ich das Arbeiten wegen des miesen Wetters nach innen. Thomas wühlt im Ankerkasten. Hoch euphorisch rupfte ich den Kartentisch raus und begann an dessen Stelle ein neues Sofa zu entwerfen. In der Rückenlehne sollen  neu drei Schapps für mehr Stauraum entstehen und unter dem Sitz zwei Kisten für den Proviant. Ich habe immer die Krise gekriegt wenn ich mich bei Seegang erst hinter den Tisch und unter die Polster würgen musste, um ausgehungert an die Vorräte zu gelangen. Der Kühlschrank war unter dem Kartentisch platziert und passt jetzt auf den Millimeter genau unter diesen Sitz in der Dinette! Mit einer extra Schicht Isolation braucht er am neuen Standort wesentlich weniger Strom! Das hast du  super hingekriegt Thomas!

Bootsbausperrholz für mein neues Projekt kaufte ich bei Scooters ein. Nun wie bringe ich das 2.40 x 1.40 Meter grosse Stück  zur Werft? Lieferung hätte 45 Kiwi Dollar gekostet. Unglaublich. So habe ich jemanden gefragt der ebenfalls Holz einkaufte, ob er mir helfen könne. Klar doch! Und ruck zuck lag die Holzplatte auf dem Anhänger und obendrauf auch noch mein Velo. An der ersten Kreuzung sprang der Fahrer hektisch aus dem Auto, fuchtelte nervös mit seinen Händen… da schoss es mir durch den Kopf: Klaus hat aus Spass das Schutzblech von meinem Fahrrad mit Rostumwandler eingeschmiert! Diese orange Farbe klebt jetzt akut, eventuell auch chronisch, am Steuer,  Gangschaltung und am Türgriff des Autos. Sehr peinlich. Immerhin hat der nette Mann einen beachtlichen Umweg von mehreren Kilometer für den Transport auf sich genommen!

Beim Bau des Sofas habe ich mir beinahe das Hirn ausgerenkt. Ja die Routine fehlt. Viele Dinge tun wir zum ersten Mal. Im Schiff ist alles noch etwas komplizierter. Wände sind irgendwie abgerundet oder schief und auch niemals linear, oder die perfekten Werkzeuge und Werkbank fehlen. Also muss improvisiert werden. Die Open Air Werkstatt ist nur bei schönem Wetter nutzbar. 

Spiel mit ausgedienter Rettungsinsel

Der Wetterbericht ist erneut zum davonrennen! Es regnet nicht dauernd aber immer wieder mal kräftig und das mehrmals pro Tag! Das seit Monaten! Eigentlich seit wir in Neuseeland sind. Jede Maschine muss somit zum Schutz nach Gebrauch in eine wasserdichte Kiste verstaut werden. Sonst könnte der volle Stress ausbrechen wenn sich plötzlich eine fette Wolke ergiebig entleert. 

Um den Rumpf von aussen zu streichen, darf es ausnahmsweise während fünf Tage nicht regen. Alle Schichten müssen nacheinander aufgetragen werden, eine pro Tag. Der Epoxi Primer, den Thomas bereits vor drei Monaten aufgetragen hat, muss angeschliffen werden. Mühsam! Wegen der langen Pause wird nochmals Epoxi Primer aufgetragen. Dann folgen zwei Schichten Epoxi Barrier Coat und das Antifouling. Vor dem Einwassern kommt noch eine weitere Schicht Antifouling drauf.

Rumpf malen

Endlich ist für uns das lang ersehnte Wetterfenster zum Streichen in Sicht! Einige unserer Freunde machen sich bereit  um die rund 1000 Seemeilen lange Reise nach Fiji in Angriff zu nehmen. Nur wir können noch nicht los! Der Abschied fällt mir wie immer schwer. Vor allem weil wir doch so eine tolle Bande in der Werft waren! Fast jeden Abend war was los.  Grillen, Kochen, Quasseln, Feiern, gemeinsame Ausflüge. Doch alleine sind wir noch nicht. Da sind noch welche da, die an ihren noch grösseren Projekten arbeiten. Sie sind teilweise schon Jahre dabei  ihren Traum einer eigenen Yacht zu verwirklichen. Im Winter stellen die Neuseeländer ihre Yachten für Wartungsarbeiten an Land. Und die Fischkutter werden zu dieser Jahreszeit ebenfalls gewartet. 

Die “Tu was liste” ist immerhin schon um einiges geschrumpf. 

Oft werden wir gefragt wie lange wir noch in der Werft sein werden und wohin wir segeln werden. Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Das hängt alles sehr vom Wetter ab wie schnell die Renovation vorankommt. 

Die Zukunft steht offen. Nochmals in die Südsee, wie es viele Segler tun, dafür könnte es für uns zu spät werden. Im Dezember beginnt  bereits wieder die Zyklonsaison. Richtung West könnte sich wie nach Hause segeln anfühlen. 

Träume sind da viele – nur welchen Weg wir wählen, das wird sich zeigen.

Am 3. Juni war Thomas grosser Tag! Er hat seinen 50-igsten Geburtstag gefeiert. Doch das anziehende Tief brachte Monsunartige Regenfälle. Dank des Gasofens den Murri (Chef der Werft) zur Verfügung gestellt hatte, war es trotz Regen und Kälte wieder mal ein gelungenes Fest! Danke für all die Leckerbissen und Geschenke die alle mitgebracht haben!

Apropos Geschenke: Im Patio in der Werft, befindet sich der sogenannte Weihnachtstisch. Dort deponieren Segler Dinge wie Kleider, Bücher, Ersatzteile, Küchenutensilien, Farbresten etc. die sie nicht mehr brauchen.  So konnten wir schon so manches perfekte Stück ergattern. Ein Schreiner der Werft hat mal sein Fahrrad dort geparkt. Keine gute Idee! Auch die grosse Mülltonne ist manchmal eine echte Goldgrube. Dort fand ich zwei mal das komplette Ersatzteilpaket für die Jobsco Toiletten. Wer entsorgt so etwas wertvolles? In Polynesien hat solch ein  Satz 150 Euro gekostet!!! Auch unter den Seglern werden fleissig Dinge ausgetauscht. 

Lustig ist auch, dass immer wieder mal liebe Leute vorbeikommen während wir am arbeiten sind, um uns etwas zum Essen zu bringen. Selber gebackene Kuchen, Früchte von ihrer Farm oder wenn jemand nach Hause Fliegt, überlassen sie uns die frischen Lebensmittel.  Besitzer von Autos nehmen uns zum Einkaufen mit oder offerieren grosszügig diese auszuleihen. Von Hannes und Lydia haben wir Segel und Farbe bekommen, für das neue Sofa Schaumstoff von Angela und Reto, Klaus hat von seinem alten Dinghi alle Ventile rausgeschnitten und uns für den Notfall überlassen. Das sind wirklich Gesten die wir echt schätzen! 

Grossen Dank!

 

 

 

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March 12

10. Woche Werft

Gerade eben lag ich noch mitten in den schönsten Träumen. Alles war so entspannt, wäre da nicht das zzzzzzzhhhckkkk oder pipipipipi. In einer unglaublichen Frühe wird in der Industriezone schon aktiv gearbeitet. Ohrenstöpsel sind genial. Ich rede zu laut, weil ich in der Werft eigentlich immer Ohrstöpsel trage. Nur Thomis Schnarchen dringt locker durch die Dinger. Die nächtliche Lämbelästigung macht er mit einem Kaffee an die Koje wieder gut. Thomas, hast du Internet? Ja, aber sehr langsam.  Guten Morgen! Kaffee und Mails lesen und schreiben, mit Freunden und Familie chatten…. das könnte ich morgens Stunden geniessen. Doch hinter dem Moskitonetz der 8-er Kajüte, erwartet mich pures Chaos. Wer hat schon einmal ein Haus umgebaut und zur selben Zeit darin gewohnt? Überall Staub und vom vielen Regen auch noch Dreck.

Ich mag mich noch ganz genau erinnern als Mischa  mir in den Kap Verden erzählt hat, wie er, als er seine Stahlyacht gekauft hat, sie total ausgehölt hat um den Rumpf von innen zu konservieren. Ich war geschockt. Eine gewisse Naivität, dass uns diese Arbeit bei einer annähernd 30 jährigen Stahlyacht erspart bleibt, muss schon mitgespielt haben…

Ja und das tun wir jetzt: Den Rumpf von aussen und von innen renovieren. Es wurde höchste Zeit! Diese Saison wird  das Erkunden von Neuseeland nicht mehr möglich sein. Doch auch die kleineren Ausflüge in der Umgebung von Whangarei mit unseren Velos machen Spass. Das stationäre Leben in der Werft finden wir auch ganz nett. Lucie, Miri, Jordibölle und Christian sind nicht mehr da. Wir vermissen die Adams Family! So ist alles im Wandel. Oft machen mich diese Wechsel traurig. Das Abschiednehmen von liebgewonnenen Personen fällt mir schwer. Oft bestehen die Freundschaften jedoch auf elektronischem Weg weiter. Mit etwas Glück schaffen wir es, einander auch wieder zu treffen. Oft beleiben jedoch nur die schönen Erinnerungen. So ist eben das Langfahrten-Segler-Leben! Sich auf neue Kontakte einlassen und Abschied nehmen gehören zum Alltag. 

Nun aber erst mal was an der Robusta in den letzten Wochen gearbeitet wurde:

Um den Rumpf von innen zu konservieren, müssen die Möbel ausgebaut werden. Das geht alles nicht so einfach. Alles ist extrem fest eingebaut. Hundertfach verschraubt und zusätzlich auch noch verleimt damit bei Seegang nichts in Bewegung gerät oder quietscht. Die Schrauben sind teilweise verhockt oder die Köpfe brechen ab. So gehen die Elemente beim Ausbau oft kaputt und da bin ich dann besonders gefordert. Damit es möglich ist alles wieder zusammenzusetzen, fotografiere ich jedes Stück beim Ausbau und nummeriere es. Ich arbeite gerne mit Holz. Flicke zerbrochenes Holz wieder zusammen oder erneuere es. Thomas ist da eher der Mann für’s Grobe.

Hier sein Lieblingswerkzeug der “Needlegun” (Nadelpistole)

Jetzt wo mal alles offen gelegt ist, organisiert Thomas das Kabelchaos. Meine Bewunderung! Das sah ja krasser aus als hätten Katzen mit Wolle gespielt.

Letzte Woche konnte die 8er Kajüte eingeweiht werden! So sind wir von der Vorkabine ausgezogen und schlafen jetzt vorübergehend in der schön renovierten Kajüte. Die Vorkabine ist ausgebaut und der Stahl neu gestrichen. Unter dem einen Bullauge muss auch noch geschweisst werden. Immer wieder vergessen wir dieses Fenster zu schliessen und so arbeitet sich das Salzwasser bei Seegang unter den Holzrahmen vor und treibt sein übles Werk.

Speziell hat uns gefreut, die Crew der Kalibu wieder zu treffen!

So und heute ist eine Zwangspause angesagt. Zyklon Hola ist im Anmarsch und wir verbringen eine Unruhige Nacht. Genau jetzt ist der Kajütendeckel in Renovation und die Farbe sollte trocknen. Natürlich hat es in meine Koje geregnet! 

Category: Neuseeland
February 6

Sicherheitswahn

 

Die Robusta steht noch immer auf dem Trockenen. Für diesen Aufenthalt in der Werft haben wir mehrere grössere Renovationsarbeiten angepackt.

-Das Unterwasser soll einen komplett neuen Farbaufbau bekommen

-In der Küche unter dem Spülbecken und in der Hundekoje, wo sich Kondenswasser gesammelt hat, nagt der Rost. In der Achterkajüte liegt auch immer etwas Salzwasser dessen Ursprung nicht nachvollziehbar ist. Auch dort ist Rost erkennbar. Der Stahl wurde an den kritischen Stellen angebohrt um die Dicke zu ermitteln.

Ein Stahlschiff rostet immer von innen!

-Das Deckshaus aus Stahl muss neu gestrichen werden

-Cockpitboden sieht auch gruselig aus

-Motor: kleinere Servicearbeiten

-Ankerkasten streichen, Rahmen und Deckel aus Holz renovieren

-An Deck Farbe ausbessern

Dann sind da auch noch diverse kleinere Arbeiten zu erledigen, die immer drei mal so viel Zeit in Anspruch nehmen wie geahnt. Hier eine grobe Auflistung dazu: Toiletten inklusive Schläuche zerlegen und reinigen (um diese Arbeit streiten wir uns immer). Bilgenpumpe: auseinander nehmen und reinigen. Luken und Bullaugen: neue Dichtungen einsetzten. Dinghi reparieren: Luft geht raus, Wasser kommt rein. Dinghi Motor: reparieren da er immer wieder mal bockt und stockt. Kutterstag: Halterung am Mast erneuern. Ankerkette und Anker: galvanisieren lassen (Rostschutz). Baumstütze aus Holz: streichen und Halterung erneuern. Deckshaus aus Lastwagenplane: alle Nähte nachnähen. Diese Arbeit durfte ich an Lu’s Industrie-nähmaschine durchführen.

Es scheint die Tu-was-Liste wird täglich grösser statt kleiner! Mittlerweile sind wir seit sechs Wochen in der Werft. Fluchen mindestens fünfzehn mal pro Tag, dass wir Neuseeland für die Wartungsarbeiten gewählt haben. Alles ist ums mehrfache teurer und komplizierter. Immerhin sind Ersatzteile leicht zu bekommen. Die ganzen Bestimmungen betreffend Umwelt sind ja voll o.k. Schön gibt es Länder die Wert auf Naturschutz legen. Für Schleifarbeiten dürfen nur Maschinen benutzt werden, die an einen Staubsauger angeschlossen werden können. Zusätzlich müssen Planen am Boden ausgelegt und Netze um die ganze Yacht gespannt werden. Nass schleifen geht gar nicht, da die bunte Sabbersauce direkt in den Boden versickert!

Das geht ja alles noch. Hast du aber eine Stahlkiste, wird alles noch zehn mal komplizierter. Die schönen weissen Yachten sollen verständlicherweise nicht’s vom Stahlschleifstaub abbekommen, welcher hässliche kleine braune Rostflecken auf den weissen Oberflächen verursacht. In der Norsand Werft sind darum, wie wir es nennen, die Stahlyachten im Stahlghetto untergebracht. Nur wir stehen neben den weissen Joghurtbechern! Aber dafür ist es wohl der schönste Platz der Werft. Direkt am Fluss mit schönster Aussicht! 

Im Moment wächst uns alles etwas über den Kopf. Ich habe das Gefühl alles nimmt kein Ende und wir werden es nicht mal schaffen vor dem Winter einzuwassern. Mit welcher Arbeit beginnen? Immer wieder versuchen wir zu planen. Doch da viele Arbeiten von uns das erste Mal ausgeführt werden, ist es nicht leicht abzuschätzen, wie viel Zeit alles in Anspruch nehmen wird. Genau zum richtigen Zeitpunkt lernen wir Miri kennen. Sie ist Metallbauerin,  kommt aus Deutschland und ist auf traditioneller Wanderschaft. Sie schneidet aus Robustas Bauch Stücke raus, als handle es sich um eine Tranche Speck. Mir bereitet es sichtlich mehr Mühe das störrische Material zu bearbeiten (ich kann mir jetzt gerade gut vorstellen was meine Freunde denken). Um eine vier Millimeter fette Platte einzupassen, brauche ich drei mal so lange wie der Profi Miri. Malen oder Holz bearbeiten gefällt mir schon wesentlich besser! Das macht alles nicht so einen Höllenlärm. Da trete ich sogar freiwillig für die Wartung der Toiletten an.

An Robustas Bauch mussten nun tatsächlich Roststellen ausgeschnitten werden, um neuen Stahl einzuschweissen. Da wären wir beim Thema Sicherheit angelangt. Wer sogenannte „Hotwork“ tun will, braucht in Neuseeland eine Bewilligung. Die Funken die beim Flexen und Schweissen entstehen, könnten ja ein Inferno in der Industriezone von Whangarei verursachen. Genau da beginnt der Gau. Die Absicht die Robusta abzufackeln steht nirgends auf unserer Tu-was-Liste! Der Hotwork Fackel umfasst zwei A4 Seiten mit Anforderungen die teilweise sinnvoll sind. Doch die meisten der Regelungen empfinde ich als absolute Schikane. In anderen Ländern mussten bereits Schweissarbeiten ausgeführt werden. Nicht mal im überreguliertem Europa war es derart kompliziert. Mit dem Feuerzeug habe ich versucht ein Stück Isolation in Brand zu setzen. Keine Chance! 

Es kommt noch dicker: Nur schon dieser Vorfall ist bezeichnend für die absolute Entmündigung erwachsener Personen in diesem wunderschönen Land. Mitlerweile bekomme ich einen dicken Hals, höre ich das Wort Sicherheit. Die Bilge soll mit Bitumen ausgegossen werden. Das ist billiger guter altbewährter Rostschutz. Im Yachtbedarf wird dieses Produkt für 250 Kiwi Dollar für 12 Liter verkauft. Das ist nicht nur Wucher sondern bereits kriminell! 

So wende ich mich direkt an die Strassenbaufirma gegenüber der Werft. Eine halbe Stunde später will ich die schwarze Brühe mit dem Leiterwagen abholen. 20 Liter kosten 10 Dollar. Am Eingang des Geländes werde ich von den vielen Sicherheitsschilder fast erschlagen. Der Anblick löst akuten Brechreiz aus. Gerade eben, am Telefon war noch alles klar. Jetzt will mir niemand den Bitumen geben! Meine Brasilianischen Sicherheitsschuhe, die Flip Flop, haben ihnen wohl nicht behagt.

Rob, ein Neuseeländischer Freund, will sich um die Angelegenheit kümmern. Er ist Verantwortlicher für die Piplineschweissarbeiten und schämt sich für die Absurden Sicherheitsbestimmungen. Auch Rob taucht vergebens bei der Firma auf. Doch eine Woche später meldet sich ein Mann bei bei ihm. Er könne so viel Bitumen wie er wolle abholen. Alles in Liter Dosen abgefüllt und erst noch kostenlos!

So verplämpern wir viel Zeit wegen der ganzen Regeln, die nicht nur uns das Leben schwer machen. Sind es nicht die Regeln die uns an der Arbeit hindern, ist es der Regen!

Zur Auflockerung geniessen wir die Abende mit Miri, Lu, Chris, Jordy, Christian und Rob, die schon nach kurzer Zeit gute Freunde geworden sind. Wir nennen uns die „Adams Family“! Kochen gemeinsam und manchmal findet sich auch noch Zeit und Lust für eine Jamsession. Lu spielt Gitarre und singt fantastisch. Kommen noch Miri mit der Ukulele und Christian mit seiner Gitarre im Amistyle und Rob am Bass mit dazu, bekomme ich vor Entzückung Hühnerhaut. Ich habe nach Jahren wieder begonnen Djembe zu spielen. Das macht irre Spass und lässt die doofen Regeln vergessen.

Doch machen wir auch immer wieder nette Erfahrungen. Wer mit dem Kiwi plaudert und verhandelt, bekommt auch immer Reduktionen. Sogar für eine Kiste Bier habe ich schon so manchen wertvollen Service bekommen! Frauenbonus trotz fortgeschrittenem Alter? Cool, da gefällt mir Neuseeland doch wieder ganz gut!

Ab und zu verlassen wir auch die Werft und werden irgendwo eingeladen oder machen einen Ausflug. Dazu aber mehr im nächsten Blog!

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January 3

Liebenswertes im Land der Kiwis

Die Norsand Werft liegt fünf Kilometer südlich von Whangarei in der Industriezone. Öffentliche Verkehrsmittel habe ich noch keine entdeckt. So versuche ich für uns zwei Fahrräder aufzutreiben. Ich klappere die Fahrradgeschäfte erfolglos nach gebrauchten Fahrräder ab. Nur neue unerschwingliche Modelle sind im Angebot. Whangarei scheint ein Paradies für Secondhandläden zu sein. Tolle Klamotten, Campingausrüstungen wie neu und so allerlei für das tägliche Leben – aber kein Fahrrad. Schon etwas verzweifelt frage ich auf der Strasse eine Frau wo ich ein gebrauchtes Fahrrad kaufen könne. Sie weiss keinen Rat. Zerrt mich jedoch in das nächste Geschäft, fragt dort nach Papier und Stift und notiert sich meine Mail. 

An die grossen Supermärkte habe ich mich noch nicht gewöhnt.  Kleine übersichtliche Lebensmittelgeschäfte gibt es in Neuseeland nicht. Ich hasse es so einzukaufen. Dann ist da der neuste Gag mit dem Selbsteintipp – Scann statt Kassenpersonal. Das ist doch nun echt der Brüller. Ich beobachte die Scene am Ausgang erstmal aus Distanz. Da drehen und wenden die Einkaufenden die Produkte umständlich um sie einzuscannen. Dauert alles eine Ewigkeit. Ich werde mich bis in alle Ewigkeit weigern, meinen Frass selber einzuscannen. Nicht weil ich zu faul dazu bin, sondern weil ich mir Gedanken über den Verlust vieler Arbeitsplätze mache. Also stelle ich mich an eine Kasse, die noch mit Personal besetzt ist. Ich vermisse die Gemüsemärkte von Fiji! Die exotischen Düfte, das Gewusel an den kleinen stets so lieblich angerichteten Ständen. 

In der Auktionshalle ersteigert Thomas drei Schleifmaschinen und andere Werkzeuge. Das funktioniert so: Samstag 11.30 Uhr geht’s los: In der Halle sind nummerierte Bananenkisten mit allerlei Inhalt aufgestellt. Natürlich auch grössere Artikel die nicht in einer Kiste Platz haben. Wer ersteigern will, muss sich registrieren und erhält ebenfalls eine Nummer. Der Auktionär nennt einen Preis, falls niemand höher geht, wird der Artikel günstiger bis sich jemand  meldet. Im Beispiel der Kiste mit den Schleifmaschinen und Werkzeugen wollte er Verkäufer 80 Dollar. Thomas hat als einziger 40 geboten. So musste der Verkäufer kontaktiert werden um über den Preis neu zu verhandeln. 50 Dollar wurden vereinbart. Dazu kommen dann noch 20 Prozent für das Auktionshaus. Ich strecke nochmals den Kopf in den nahe gelegenen Secondhand Shop.Da steht nun tatsächlich ein Fahrrad! Total verrostet, mit platten Reifen, ein Helm und eine Tüte mit Ersatzteilen gehören auch noch dazu. 20 Dollar. Ich nehme das verkrüppelte Teil mit, schiebe es zur Tankstelle, pumpe dort die Reifen die tatsächlich noch dicht sind und radle zurück in die Werft. Die Gänge sind blockiert und alles quiekt und schäppert. In der Werft bekommt “Rosti” eine 4WD-Behandlung. Nach einem halben Tag Einwirkzeit mutiert Rosti zu einem stattlich, funktionstüchtigem Fahrrad! 

Fahrradfahren in Neuseeland ist jedoch der absolute Gau! Der Linksverkehr ist total verwirrend. Hinter dem Steuer verwandelt sich der sonst so freundliche Kiwi in ein Monster. Auch als Fussgänger wirst du von den Autofahrern nicht beachtet. Mir scheint alles läuft nach dem Motto “wir in unseren grossen Karren sind die Stärksten”. Mühsam. 

Abends erhalte ich eine Mail. Der Absender ist mir unbekannt. Haidee schreibt, sie hätte mit ihrem Mann gesprochen und beschlossen, mir ein Fahrrad für die Zeit die ich in der Werft bin, auszuleihen. Ist das nicht super nett? Würdest du dein Fahrrad einer fremden Person ausleihen, die dich mitten auf der Strasse anquatscht? Das rückt den Kiwi doch sofort wieder in ein ganz anderes Licht. Die Neuseeländer sind echt Hilfsbereit. Auch Autostop klappt hier super. Ein Umweg wird nicht gescheut um dich direkt vor die Haustür zu befördern.

Und hier noch so eine Anekdote wie liebenswürdig der Kiwi ist wenn er nicht im Auto hockt: Die Bohrmaschine hat schlapp gemacht. Robustas vier Millimeter dicker Stahl hat ihr Leben ausgelöscht. So wird beschlossen, im Downtown Tools eine gebrauchte, währschafte Bohrmaschine zu kaufen. (dieser Laden ist echt empfehlenswert  für gebrauchte und neue Werkzeuge, tolles Personal).  Thomas kommt mit einem niegelnagel neuem rot leuchtendem Gerät zurück welches er im Warehouse für 40 Dollar erstanden hat. Made in China. Ich motze und wette darauf, dass das Teil eine Lebensdauer von maximal einer Stunde haben wird. Nach 54 Minuten steigt aus dem rotem Ding schwarzer Rauch. Der Laden verspricht auf seine Produkte ein Jahr Garantie. Also nichts wie hin. Doch der Kassenzettel ist nicht auffindbar. Thomas radelt so dreckig wie er ist nochmal zum Warehouse, wühlt dort im Müll um die Schachtel und den Kassenzettel wieder zu finden.

Da streckt ihm ein Kiwi, unaufgefordert drei Dollar entgegen!

 

 

 

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